Schikane oder Sicherheit?
Die Liste der Beschwerden ist lang: Marktstandler fühlen sich schikaniert, Bürger*innen klagen über Anzeigen wegen Lappalien. Freundlicher Bürgerservice? Eher Fehlanzeige. Einnahmen bringt die Truppe zwar – rund 500.000 Euro im Jahr –, doch der Rest wird aus dem Stadtbudget gestopft. Das Ordnungsamt wird evaluiert, über Versetzungen wird nachgedacht. Politische Grundsatzfrage: Abschaffen oder abspecken?
Etikettentausch statt Reform
Vizebürgermeister Patrick Jonke rechnet mit 990.000 Euro Ersparnis – Geld fürs Hallenbad. Klingt nach striktem Sparkurs, ist aber vor allem ein Etikettentausch: Die Leute bleiben, nur die Uniform geht. Währenddessen läuft eine Social-Media-Umfrage. Bürger*innenbeteiligung oder Eigen-PR? Der Verdacht liegt nahe. Politische Kompetenz sieht jedenfalls anders aus.
PR-Manöver mit Pfefferspray-Geruch
Das „Aus“ fürs Ordnungsamt ist weder große Reform noch echter Sparkurs. Es ist ein PR-Manöver – mit maximalem Schlagzeilenwert und minimalem Veränderungswillen. Und die Frage bleibt: Wer zahlt künftig für den freundlichen Gruß am öffentlichen Platz?