Ossiacher See

Blei­stät­ter Moor als Erleb­nis Öster­reich

Morgen (24. August 2025) um 16. 30 Uhr strahlt der ORF ein "Erlebnis Österreich - Das Bleistätter Moor - Vom Moor zum Ackerboden zum Moor" aus.

Blei­stät­ter Moor als Erleb­nis Öster­reichKarin Bernhard, Nikolaus und Gerhard Lapan, Dimitrinka Pirich, Barbara Altersberger, Thomas Rauchenwald, Peter Krameter, Landesrätin Sara Schaar und Landeshauptmann Peter Kaiser (von links).

© LPD Kärnten/Handler

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Das Blei­stät­ter Moor am Ossia­cher See, künst­lich ange­legt, um den See von der eins­ti­gen Algen­pla­ge durch Ein­schwem­mun­gen aus den land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen, zu befrei­en, ist Euro­pa­schutz­ge­biet. Das Pro­jekt, durch­aus ein Jahr­hun­dert­pro­jekt umfasst eine Flä­che von über 600 Hekt­ar und ist ein Vor­zei­ge­pro­jekt. Grund genug für den ORF Kärn­ten ein “Erleb­nis Öster­reich — Das Blei­stät­ter Moor — Vom Moor zum Acker­bo­den zum Moor” zu pro­du­zie­ren.

10,5 Mil­lio­nen Euro-Inves­ti­ti­on

„Natur­schutz, Arten­viel­falt, Gewäs­ser­rein­hal­tung, Tou­ris­mus, Land­wirt­schaft, 10,5 Mil­lio­nen Euro-Inves­ti­ti­on, Land, Bund, Gemein­den, Was­ser­ver­bän­de — die­ses Pro­jekt ist nur durch die Zusam­men­ar­beit aller zustan­de gekom­men und wur­de zum Vor­zei­ge­pro­jekt und Euro­pa­schutz­ge­biet”, mein­te Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser. Es sei ein Bei­spiel dafür, was man mit Zusam­men­ar­beit über alle Bar­rie­ren hin­weg errei­chen kön­ne. ORF-Kärn­ten-Direk­to­rin Karin Bern­hard wis­se, wie auf­wen­dig eine Uni­ver­sum-Sen­dung ist: “Aber die­se Groß­pro­duk­ti­on hat­te ihre Her­aus­for­de­run­gen und das Team hat her­vor­ra­gend gear­bei­tet, sodass wir durch­aus in die Nähe einer Uni­ver­sum-Pro­duk­ti­on kom­men”, sag­te Bern­hard.

Ein­zig­ar­ti­ge Natur­schutz­leis­tung

Lan­des­rä­tin Sara Schaar erin­ner­te an ihre Anfän­ge die­ser groß­flä­chi­gen Revi­ta­li­sie­rung. „Es gibt sie, die Men­schen in der Ver­wal­tung, in der Poli­tik und in der Wirt­schaft, die immer an die­ses Mega­pro­jekt geglaubt haben, ihnen allen gilt mein gro­ßer Dank, dass eine solch ein­zig­ar­ti­ge Natur­schutz­leis­tung umsetz­bar war und nun auch in Form die­ser film­tech­ni­schen Doku­men­ta­ti­ons­leis­tung wun­der­bar fest­ge­hal­ten wur­de.” Es gab mit jedem Schritt der Umset­zung auch neue Erkennt­nis­se, aber es wur­de von Beginn an mit vol­ler Über­zeu­gung dar­an gear­bei­tet.

Die Aus­strah­lungs­ter­mi­ne (ORF 2)

  • 24. August 2025, 16.30 Uhr
  • 25. August 2025, 5.45 Uhr
  • 18. Sep­tem­ber 2025, 10.40 Uhr

Wis­sens­wert

Allei­ne die Grö­ße des Blei­stät­ter Moo­res ist ein Allein­stel­lungs­merk­mal für Kärn­ten. Dazu kom­men vie­le Vogel­ar­ten, die hier einen Lebens­raum gefun­den haben. Gezählt wur­den bis­her über 240 ver­schie­de­ne Arten, womit das vogel­reichs­te Gebiet Kärn­tens ent­stan­den ist. Das Blei­stät­ter Moor war mit 600 Hekt­ar eines der größ­ten Moor­ge­bie­te Kärn­tens. Im Zuge der Hun­ger­jah­re in der Zwi­schen­kriegs­zeit wur­de das Moor tro­cken­ge­legt, um es land­wirt­schaft­lich zu nut­zen. Dadurch wur­den Nähr­stof­fe und Dün­ge­mit­tel mit der Tie­bel in den Ossia­cher See gespült, was eine mas­si­ve Algen­pla­ge zur Fol­ge hat­te und den Tou­ris­mus am See bedroh­te. So wur­den ab 2016 im Mün­dungs­be­reich der Tie­bel 75 Hekt­ar wie­der geflu­tet. Die Absetz­be­cken ver­rin­gern den Ein­trag von Schweb- und Nähr­stof­fen in den Ossia­cher See und heben die Was­ser­qua­li­tät. Heu­te wird der Groß­teil der tro­cken­ge­leg­ten Flä­chen im Rah­men des Natur­schut­zes land­wirt­schaft­lich genutzt. Der Bereich um die geflu­te­ten Absetz­be­cken ent­wi­ckelt sich zu einem geschütz­ten Para­dies für Flo­ra und Fau­na.

23.08.2025 17:00 - Update am: 30.10.2025 08:31
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Blei­stät­ter Moor als Erleb­nis Öster­reichKarin Bernhard, Nikolaus und Gerhard Lapan, Dimitrinka Pirich, Barbara Altersberger, Thomas Rauchenwald, Peter Krameter, Landesrätin Sara Schaar und Landeshauptmann Peter Kaiser (von links).

© LPD Kärnten/Handler