Klagenfurt
Alltagslotsen in Fischl und St. Ruprecht
Dass die Initiative wirkt, zeigen die gewonnenen Daten: Von April bis inklusive 15. August 2025 wurden 249 Interaktionen gezählt, davon 160 Begegnungen und Kontakte in Fischl und St. Ruprecht.
© Büro LHStvin Schaunig
Das neue Angebot wurde notwendig, da das Pilotprojekt der Sozialraumkoordination in Fischl nicht mehr weitergeführt werden konnte, nachdem sich die Stadt als Partner zurückgezogen hatte. Das Land hat daraufhin die Initiative ergriffen und an einem alternativen Angebot gearbeitet. Wenn die Hilfe vor Ort niederschwellig, präventiv und persönlich angeboten wird, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass in weiterer Folge größere Probleme oder Multiproblemlagen vermieden werden können.
Notwendige Vertrauen aufbauen
“Je früher man agiert und Hilfestellungen anbietet, desto besser,” unterstrich Sozialreferentin Gaby Schaunig im Rahmen der Pressekonferenz. Es sei wichtig das notwendige Vertrauen im Stadtteil aufzubauen um erfolgreich die Menschen vor Ort erreichen zu können und um mit ihnen gemeinsam an Herausforderungen und Problemlösungen zu arbeiten. Das könne nicht von heute auf morgen passieren und brauche Zeit.
Anlaufstelle für alle Fragen des Lebens
Stephanie Venier, Projektverantwortliche der Alltagslotsen und auch für das Projekt LOTSE – ‚wohin‘ erklärt, worum es den Alltagslotsen geht: „Sie sind eine Anlaufstelle für alle Fragen des täglichen Lebens, von der Unterstützung bei Anträgen bis zur Beratung zu Förderansuchen, von Informationen zu Angeboten im Stadtteil, bis hin zum Aufbau von Vertrauen durch persönliche Gespräche.” Mit ihnen werde sichergestellt, dass Menschen dort Unterstützung bekommen, wo sie leben – direkt, niederschwellig und ohne bürokratische Hürden.
Die Initiative wirkt!
Dass die Initiative wirkt, zeigen die bisher gewonnenen Daten: Von April bis inklusive 15. August 2025 wurden 249 Interaktionen gezählt, davon 160 Begegnungen und Kontakte in Fischl und St. Ruprecht, es wurden 61 Clearings (eines davon mit Hausbesuch) beziehungsweise Fachkräfteanfragen durchgeführt und in der Hotline von „wohin“ konnten 27 Anrufe den beiden Stadtteilen zugeordnet werden. Darüber hinaus gab es erhöhte Chatanfragen sowie eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit einer Fachtrainerin, die das Team als Fachkraftberatung hinzugezogen hat. Seit Juni 2025 stehen die Lotsen neben Fischl auch in der St. Peterstraße 5 zur Verfügung. Je eine Mitarbeiterin bzw. eine Alltagslotsin betreut je einen Stadtteil.
Alltagslotsen begleiten beim nächsten Schritt
Die Sichtbarkeit vor Ort – sei es durch persönliche Kontakte, Stände bei der Apotheke oder Vernetzungen mit Schulen, Kindergärten und Vereinen – habe sich bereits sehr bewährt, wie Venier ausführt: „Unsere Erfahrung zeigt: Vertrauen entsteht nur durch persönliche Präsenz. Die Alltagslotsen hören zu, begleiten beim nächsten Schritt, lassen die Menschen nicht allein und erarbeiten gemeinsam mit den Personen Lösungswege. Ob es um eine dringende Antragstellung, Sorgen im Familienalltag oder die Orientierung im Angebotsdschungel geht – entscheidend ist, dass jemand da ist, der den Weg mitgeht.“
Der Termin
- Termin: 4. September 2025
- Uhrzeit: 10 bis 16 Uhr
- Ort: Gemeindezentrum von Fischl



