Sie führt in Weitensfeld den Familienbetrieb in fünfter Generation. 1856 als Wagen- und Werkzeugschmiede gegründet, ist er heute ein moderner Metallbaubetrieb. Fladnitzer-Tatschl, die nach einem Betriebswirtschaftsstudium zurückkehrte, leitet ein Team von fünf Mitarbeiter*innen. Ob Tore, Gitter oder Handläufe – jedes Werkstück trägt ihre persönliche Handschrift.
Frauenpower am Amboss
„Vom Entwurf bis zur letzten Schraube begleite ich den gesamten Prozess und bleibe nah an den Wünschen der Kund*innen“, sagt die 52-Jährige. Die Skepsis, die ihr anfangs entgegenschlug, sei längst verflogen. Ihre Aufträge reichen mittlerweile bis Wien und Oberitalien, auch Architekturbüros zählen zu ihren Kund*innen.
Kulturgeschichte lebendig halten
„Das Schmiedehandwerk ist weit mehr als ein Beruf, es ist ein Stück lebendige Kulturgeschichte“, betont Karl Paulitsch, Landesinnungsmeister der Metalltechniker*innen. Für ihn ist Fladnitzer-Tatschl ein Vorbild, das zeigt, wie Tradition modern gelebt werden kann.