„Nach intensiven Vorbereitungen haben wir einen Plan erarbeitet, der sicherstellt, dass die Kärntnerinnen und Kärntner auch in den kommenden Jahren bestmöglich, modern und wohnortnah versorgt werden“, erklärt Gesundheitslandesrätin Beate Prettner.
Mehr PVE und Ambulanzen
Bis 2030 sind fünf zusätzliche Facharzt-Kassenstellen vorgesehen. Dazu kommen bis zu acht neue Ambulanzen, unter anderem für Diabetes, Urologie, Augen, Dermatologie und Schmerzmedizin.
„PVE sind wohnortnahe, interdisziplinäre Gesundheitszentren mit erweiterten Öffnungszeiten, die eine breite Versorgung bieten und gleichzeitig Spitäler spürbar entlasten“, so Prettner. Insgesamt sollen bis Ende 2030 zehn weitere Primärversorgungseinheiten entstehen.
Spezialisierungen in den Spitälern
ÖGK-Landesstellenleiter Johann Lintner betont: „Mit dem RSG 2030 reagieren wir darauf: Mehr Primärversorgungseinheiten, zusätzliche Planstellen in nachgefragten Fachrichtungen und die gezielte Einrichtung von Ambulatorien garantieren, dass wir die Versorgung nachhaltig und qualitätsgesichert weiterentwickeln.“
Clubobmann Markus Malle hebt hervor: „Wir schaffen eine verstärkte Zusammenarbeit durch die Bündelung von Abteilungen. Zum Beispiel im Bereich Allgemeinchirurgie zwischen LKH Villach und Krankenhaus Spittal oder in der Pädiatrie zwischen Klinikum Klagenfurt und LKH Villach.“
KGF-Geschäftsführer Karl Cernic ergänzt: „Mit der Definition und Einführung von konkreten Versorgungsaufträgen je Krankenanstalt sind wir in Kärnten Vorreiter in Österreich, tragen damit auch zur Standort-Sicherung bei und ergänzen die quantitativ dominierte RSG-Strukturplanung um eine für die Zukunft entscheidende qualitative Komponente.“
Beschluss im November
Der RSG 2030 wird am 16. September im Gesundheitsausschuss präsentiert. Am 24. November soll er in der Landes-Zielsteuerungskommission beschlossen werden.
