Ein positives Signal
Das „Alpen-Adria Familien- und Sportbad“ mit 50-Meter-Becken wird nicht nur dem Breiten- und Leistungssport dienen, sondern auch künftigen Generationen Schwimmkurse ermöglichen. Kaiser setzte seine Unterschrift als Erster, Stadtwerke-Vorstand Erwin Smole versprach eine Umsetzung im Zeit- und Kostenrahmen. Auch der Bund beteiligt sich mit sieben Millionen Euro – immerhin.
Doch drumherum herrscht Chaos
Während das Hallenbad als Vorzeigeprojekt gefeiert wird, verliert Klagenfurt an allen anderen Fronten an Boden. Gebühren rauf, Bürger zahlen drauf. Mit September verdoppeln sich die Parkgebühren auf 1,80 Euro pro Stunde – Motorräder parken weiter gratis. Gerecht? Ganz sicher nicht.
Baustellen, Baustellen, Baustellen
Gerberweg, Völkermarkter Straße, Grete Bittner Straße – die Stadt ist ein einziges Nadelöhr. Koordination und Kommunikation? Fehlanzeige. Wer täglich im Stau steht, glaubt der Politik kein Wort mehr.
Leere Kassen, leere Versprechen
Das Hallenbad soll 2027/28 fertig sein, doch schon 2025 klafft ein Budgetloch von 47 Millionen Euro. Der Konsolidierungsbeirat warnt vor Zahlungsunfähigkeit ab 2026. Trotzdem hält man an Prestigeprojekten fest, als sei alles im Lot.
Innenstadt verliert Seele
Der Flughafen wächst, doch die Stadt denkt über einen Ausstieg nach. In der Innenstadt schließen Geschäfte wie „Elbenwald“ oder das Traditionshaus „Habenicht“. Was bleibt, ist ein trostloses Bild.
Politik verliert Rückhalt
Eine neue Umfrage zeigt: Die FPÖ kratzt an der 36-Prozent-Marke, die SPÖ folgt dahinter. Bürgermeister Scheider? Nur mehr 14 Prozent würden ihn direkt wählen. Mehr als die Hälfte der Klagenfurter*innen sieht überhaupt keine akzeptable Option mehr.
Advent ohne Glanz Jetzt steht auch noch die Weihnachtsbeleuchtung zur Diskussion. 220.000 Euro sollen gespart werden – doch ohne Licht verliert die Stadt das letzte Stück Flair.
Fazit:
Ein Hallenbad ist schön und gut. Aber es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Klagenfurt stolpert von Baustelle zu Baustelle, von Schuldenloch zu Vertrauenskrise. Dass
ausgerechnet das Land das Hallenbad retten musste, zeigt vor allem eines: Bürgermeister Scheider hat die Zügel längst aus der Hand gegeben.
