„Das Ringen nach einer Lösung war zäh und nicht immer einfach. Nun haben wir die Steuerfreiheit auf Trinkgelder und österreichweit einheitliche, vertretbare Pauschalsätze für die Sozialversicherung“, erklärt Wirtesprecher Stefan Sternad. Damit sei der Tourismus eine Vorreiterbranche – andere Sparten seien „noch weit entfernt von einer transparenten bundesweiten Lösung“.
Die Neuregelung tritt am 1. Jänner 2026 in Kraft. Sie schafft Rechtssicherheit für Betriebe und Mitarbeitende, berücksichtigt Teilzeitkräfte und regelt auch das Aufteilen von Trinkgeldern innerhalb des Teams.
Appell an die ÖGK
Ein weiteres Thema bleibt laut Sternad die steigende Zahl an Krankenständen. „Mitunter kommt es auch zu Krankenstandsmissbrauch, oft zu Wochenbeginn, an Fenstertagen oder in der Kündigungsfrist. Hier ist die ÖGK gefragt, endlich durchzugreifen“, fordert der Fachgruppenobmann.
Betriebe würden besonders durch die Lohnfortzahlung belastet. „Die Betriebe bezahlen die ersten sechs Wochen Krankenstand vollständig selbst – das kann existenzbedrohend sein.“ Sternad spricht sich für eine Kostenübernahme ab dem vierten Tag durch die ÖGK oder einen Fonds aus: „Die Lösung beim Trinkgeld macht Mut. Warum soll sozialpartnerschaftlich nicht auch bei den Krankenständen der große Wurf gelingen?“


