2. Liga
Austria teilt Punkte mit Kapfenberg
Die Austria Klagenfurt bleibt in der Fremde ungeschlagen, musste sich in der zehnten Runde der 2. Liga aber nach Führung mit einem Remis begnügen.
Im Vergleich zum letzten Auftritt vor der Länderspielpause gegen den Leader St. Pölten (1:2) veränderte der Trainer seine Startelf auf einer Position: Marcel Krnjic musste sich erstmals im Verlauf dieser Saison mit der Reservisten-Rolle begnügen, für ihn kehrte Nik Marinsek von Beginn an in die Mannschaft zurück. Vor Tormann Adnan Kanuric bildeten Mario Matkovic, Marco Gantschnig und Aidan Liu die Abwehrreihe, die auf den Seiten durch Michael Lang und Elias Jandrisevits unterstützt wurde. Im Mittelfeld erhielten Almir Oda, Marinsek und Marc Andre Schmerböck den Vorzug, im Angriff liefen Kapitän Florian Jaritz und Bartol Barisic auf.
Austria mit dem Führungstreffer
Wie erwartet lieferten sich beide Teams einen Abnutzungskampf. Fast alles spielte sich zwischen den Strafräumen ab, Situationen rund um den Strafraum waren zunächst Mangelware. Jaritz (9.) verzeichnete den ersten Abschluss, zielte aber zu hoch. Auf der anderen Seite fiel Luca Hassler (23.) der Ball im Gewühl vor die Füße, doch Matkovic stand ihm im Weg. Wenn aus dem Spiel heraus wenig geht, muss eine Standardsituation her — und die Waidmannsdorfer schlugen zu: Nach einem Corner von Marinsek war Liu (29.) mit einem Kopfball-Aufsetzer zur Stelle und sorgte für den Führungstreffer. Der KSV zeigte sich keineswegs geschockt, war nun am Drücker. Der Ex-Klagenfurter Moritz Berg (33.) prüfte Kanuric mit einem Freistoß aus 26 Metern, auch den Nachschuss von Robin Littig parierte der Austria-Keeper.
Schmerböck scheiterte an Strebinger
Mit Beginn des zweiten Durchgangs nahm Landerl den ersten personellen Tausch vor, Krnjic ersetzte Oda, der mit einer Gelben Karte vorbelastet war. Später folgten Rei Okada (68.) für Lang sowie Leo Vielgut und Debütant Christopher Wölbl (83.) für Schmerböck und Barisic. Auch nach dem Seitenwechsel waren die „Falken“ zielstrebiger. So tauchte Adrian Marinovic (48.) halbrechts im Strafraum auf, die Kugel rutschte ihm allerdings über den Spann. Die Gäste benötigten etwas Zeit, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Doch dann hätte Schmerböck (58.) zuschlagen können, lief frei auf den Tor zu, scheiterte aber an Richard Strebinger.
Kapfenberg war dicht am Sieg
Ärgerlich — und es wurde noch ärgerlicher, denn die Steirer übernahmen daraufhin vollends das Kommando. Sie brauchten allerdings einen Elfmeter nach einem Pressschlag zwischen Jandrisevits und Ivan Lagundzic, um zum Ausgleich zu kommen. Zwar parierte Kanuric den Strafstoß von Hassler (67.), der aber im Nachschuss traf. Kapfenberg war dicht am Sieg, Lagundzic (71.) und Lamine Toure (74.) brachten den Ball aber nicht an Kanuric vorbei. Die Klagenfurter wurden in den Schlussminuten wieder energischer und hätten sich den Sieg durchaus noch schnappen können. Nach einem Freistoß von Marinsek traf Krnjic (82.) mit dem Kopf die Stange. 120 Sekunden vor dem Ende schloss Jandrisevits eine Einzelleistung entschlossen ab, Strebinger lenkte die Kugel aber zur Ecke.

