Land Kärnten

Anzei­ge nach Poli­zei­ein­satz am Perš­m­an­hof

Nach dem umstrittenen Polizeieinsatz am Peršmanhof hat das Land Kärnten Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattet. Landeshauptmann Kaiser fordert eine vollständige Aufklärung und kündigt mögliche disziplinarische Schritte an.

Anzei­ge nach Poli­zei­ein­satz am Perš­m­an­hof Nach dem Polizeieinsatz am Peršmanhof hat das Land Kärnten Anzeige eingebracht.

© Wikimedia/Emil Zajic

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Kai­ser for­dert lücken­lo­se Auf­klä­rung

Das Land Kärn­ten hat nach dem umstrit­te­nen Poli­zei­ein­satz am Perš­m­an­hof eine Anzei­ge bei der Staats­an­walt­schaft ein­ge­bracht. Lan­des­haupt­mann Peter Kai­ser beton­te, dass mög­li­che straf­recht­li­che Tat­be­stän­de von der unab­hän­gi­gen Jus­tiz zu prü­fen sind. Der Bericht der vom Innen­mi­nis­te­ri­um ein­ge­setz­ten Kom­mis­si­on hat­te zuvor mehr­fach von unver­hält­nis­mä­ßi­gem und rechts­wid­ri­gem Vor­ge­hen gespro­chen.

“All­fäl­li­ge straf­recht­li­che Tat­be­stän­de sind von unab­hän­gi­ger Jus­tiz zu klä­ren und Grund­la­ge für ein Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren – „Gescheh­nis­se müs­sen lücken­los auf­ge­klärt, recht­lich bewer­tet und die not­wen­di­gen Kon­se­quen­zen gezo­gen wer­den“

Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren mög­lich

Neben der Anzei­ge soll auch geprüft wer­den, ob dis­zi­pli­nar­recht­li­che Kon­se­quen­zen gegen den Bezirks­haupt­mann von Völ­ker­markt not­wen­dig sind. Die Ent­schei­dung der Staats­an­walt­schaft wird dabei Grund­la­ge für wei­te­re Maß­nah­men sein. Soll­te sich ein Ver­dacht bestä­ti­gen, wird ein Dis­zi­pli­nar­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet.

Umset­zung der Emp­feh­lun­gen

Kai­ser kün­dig­te außer­dem an, die im Bericht ent­hal­te­nen Emp­feh­lun­gen umzu­set­zen. Beson­ders wich­tig sei­en dabei Sen­si­bi­li­sie­rungs­maß­nah­men im Umgang mit Gedenk­stät­ten. Das Muse­um Perš­m­an­hof soll zudem durch einen drei­jäh­ri­gen Sub­ven­ti­ons­ver­trag län­ger­fris­tig finan­zi­ell abge­si­chert wer­den.

„Sei­tens des Lan­des wer­den wir alles tun, um not­wen­di­ge Sen­si­bi­li­sie­rungs­maß­nah­men, ins­be­son­de­re was Gedenk­stät­ten betrifft, umzu­set­zen.“

Kla­re Hal­tung des Lan­des­haupt­manns

Kai­ser stell­te klar, dass es ihm um eine sach­li­che und rechts­kon­for­me Auf­ar­bei­tung gehe. Ver­su­che, alte Kon­flik­te zwi­schen den Sprach­grup­pen wie­der auf­le­ben zu las­sen, wies er ent­schie­den zurück. Kärn­ten habe in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gro­ße Fort­schrit­te im Zusam­men­le­ben und im Dia­log gemacht, so Kai­ser.

„Kärn­ten hat sich wei­ter­ent­wi­ckelt, die Bezie­hun­gen zwi­schen deutsch- und slo­we­nisch­spre­chen­den Lands­leu­ten und zu Slo­we­ni­en ins­ge­samt haben sich in den letz­ten 15 Jah­ren enorm ver­bes­sert, haben uns und unse­rem Land nicht nur Ruhe und Frie­den gebracht, son­dern auch inter­na­tio­na­les Anse­hen ermög­licht. Wer den aus­geu­fer­ten Poli­zei­ein­satz zum Anlass nimmt, um mit Pro­vo­ka­tio­nen, egal von wel­cher Sei­te, sich selbst zu pro­fi­lie­ren, der fügt Kärn­ten, unse­rer Hei­mat, enor­men Scha­den zu“

24.10.2025 16:00
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Anzei­ge nach Poli­zei­ein­satz am Perš­m­an­hof Nach dem Polizeieinsatz am Peršmanhof hat das Land Kärnten Anzeige eingebracht.

© Wikimedia/Emil Zajic