Reform
Neue Struktur für Kinder- und Jugendschutz
Mit 1. Jänner 2026 wird aus der bisherigen Unterabteilung „Kinder- und Jugendhilfe“ die neue Verwaltungseinheit „Kinder- und Jugendschutz des Landes Kärnten“.
„Es entsteht eine enge Verzahnung zwischen Schutzmaßnahmen und pädagogischer Förderung. Schulen, Elementarbildung, Sportvereine, Jugendsozialarbeit und Schutzstrukturen können künftig schneller und abgestimmter handeln“, legt der Landesrat dar.© Büro LR Reichmann
Die bisherige Kinder- und Jugendhilfe wird im Rahmen einer umfassenden Strukturreform in Kärnten komplett neu aufgestellt. Die bereits feststehenden Änderungen präsentierte Kinder- und Landesrat Peter Reichmann im Zuge eines Pressegesprächs der Öffentlichkeit: „Die Umstrukturierung ist ein Prozess mit ganz klarer Vision. In Kärnten muss jedes Kind ruhig schlafen können. Es ist mein Auftrag, dafür die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen.“
Mit 1. Jänner 2026
Konkret biete die Verwaltungsreform die Basis dafür, effizientere und transparentere Strukturen zu schaffen. Mit 1. Jänner 2026 wird aus der bisherigen Unterabteilung „Kinder- und Jugendhilfe“ die neue Verwaltungseinheit „Kinder- und Jugendschutz des Landes Kärnten“. Der neue Name ist Programm: Der Fokus liege auf Schutz, Sicherheit und Unterstützung für Kinder, Jugendliche und ihre Familien. Dieser Teilbereich wird in die Abteilung 6 — Bildung und Sport eingegliedert. „Damit entsteht eine enge Verzahnung zwischen Schutzmaßnahmen und pädagogischer Förderung. Schulen, Elementarbildung, Sportvereine, Jugendsozialarbeit und Schutzstrukturen können künftig schneller und abgestimmter handeln“, legt Reichmann dar. Ziel sei es, Ressourcen effizient zu nutzen, Doppelstrukturen abzubauen und gemeinsam ganzheitliche Konzepte für Kärntens Kinder zu entwickeln.
Transparenz und Qualitätssicherung
Die Reform sieht eine stärkere Vernetzung mit den Bezirkshauptmannschaften vor. Durch regelmäßige Abstimmungen sollen einheitliche Standards im Kinderschutz gewährleistet werden. Rückmeldungen aus den Bezirken fließen direkt in die Abteilung 6 ein: für mehr Transparenz, Qualitätssicherung und eine aktive Fehlerkultur. Neben organisatorischen Änderungen werden auch inhaltliche Schwerpunkte gesetzt. Dazu zählen die Stärkung der Sozialarbeit und verstärkte Kontrollen. Geplant ist auch eine Novellierung des Kärntner Kinder- und Jugendhilfegesetzes aus dem Jahr 2013. Moderne Strukturen brauchen ein modernes und praxisnahes Regelwerk.
Engagement unter besten Bedingungen
„Mir ist es ein großes Anliegen, zu betonen, dass die Mitarbeiter im Bereich des Kinder- und Jugendschutzes, sowohl in der Landes- und Bezirksverwaltung als auch in unseren Trägerorganisationen, schon bisher Großartiges leisten”, bedankt sich der Landesrat. Die Strukturreform solle auch ihnen neuen Raum geben, ihre Arbeit und ihr Engagement unter besten Rahmenbedingungen leisten zu können. Damit auch Fachkräfte sicher handeln können, wenn sie Missstände erkennen, ist es zudem gelungen, einen direkten Kontakt zur Arbeiterkammer Kärnten und zur ÖGB-Landesstelle Kärnten einzurichten.

