Kultur-Förderung

Paris-Sti­pen­di­en für zwei jun­ge Künst­ler

Die beiden Paris-Stipendien, dotiert mit jeweils 9.000 Euro, gehen an die beiden in Kärnten geborenen Kulturschaffenden Anna Kohlweis und Kevin A. Rausch. Mit dem Stipendium ist auch ein Aufenthalt in Paris verbunden.

Paris-Stipendien 2022 Kevin A. Rausch wurde 1980 in Wolfsberg geboren und besuchte die Kunstschule in Wien.

© Martin Rauchenwald

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„Wir freu­en uns, zwei zukunfts­wei­sen­den, in Kärn­ten gebo­re­nen Künst­lern die Chan­ce eines sechs­mo­na­ti­gen Auf­ent­halts in Paris geben zu kön­nen. Der Aus­tausch mit ande­ren inter­na­tio­na­len Kul­tur­schaf­fen­den und das Flair der Kunst­me­tro­po­le waren schon immer inspi­rie­ren­de Anrei­ze für unse­re hei­mi­schen Künst­ler, die sich in Paris ohne exis­ten­zi­el­len Druck ganz ihrer Arbeit wid­men kön­nen“, betont Jür­gen Pfei­ler, Vize­bür­ger­meis­ter und Kul­tur­re­fe­rent der Lan­des­haupt­stadt Kla­gen­furt. Anna Kohl­weis und Kevin A. Rausch bekom­men das Paris-Sti­pen­di­um 2022, das mit jeweils 9.000 Euro dotiert und mit einem sechs­mo­na­ti­gen Auf­ent­halt im Künst­ler­ate­lier „Cité Inter­na­tio­na­le des Arts“ in Paris ver­bun­den ist.

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Paris-Stipendien 2022
Anna Kohl­weis wur­de 1984 in Kla­gen­furt gebo­ren und stu­dier­te bis 2014 an der Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te in Wien.
© Kohl­weis

Anna Kohl­weis

Die Kul­tur­schaf­fen­de Anna Kohl­weis wur­de 1984 in Kla­gen­furt gebo­ren und stu­dier­te bis 2014 an der Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te bei Ash­ley Hans Scheirl in Wien. Kohl­weis gewann bereits meh­re­re Prei­se und Arbeits­sti­pen­di­en und stell­te schon in meh­re­ren Grup­pen- und Ein­zel­aus­stel­lun­gen ihre viel­sei­ti­gen Wer­ke in den Berei­chen der Bil­den­den Kunst, Musik, Video und Per­for­mance vor. In der Haupt­stadt von Frank­reich wird Kohl­weis ihre stän­dig wach­sen­de Serie „House Appa­ri­ti­ons“ aus­wei­ten. Außer­dem wird sie sich der The­ma­tik des men­ta­len Zustands in Zei­ten der Kri­se mit den künst­le­ri­schen Aus­drucks­for­men Male­rei, Ani­ma­ti­ons­film, Sound und Tex­til­kunst annä­hern.

Men­ta­ler Zustand von Rele­vanz

„Das ein­ge­reich­te Pro­jekt scheint mir sehr inter­es­sant, weil es sich the­ma­tisch in der Unter­su­chung des men­ta­len Zustands einer­seits auf eine sub­jek­ti­ve Pro­ble­ma­tik bezieht, die jedoch ande­rer­seits in Hin­blick auf die Pan­de­mie­si­tua­ti­on von all­ge­mein­gül­ti­ger Rele­vanz ist“, erklärt Jury-Mit­glied Chris­ti­ne Wetz­lin­ger-Grund­nig vom „Muse­um Moder­ner Kunst Kärn­ten“. Der Kul­tur­jour­na­list Bert­ram Karl Stei­ner bezeich­net das Werk Kohl­weis’ als „klu­ges Spiel mit Kult­ob­jek­ten.“ „Die Ver­flech­tung ver­schie­dens­ter Tech­ni­ken und die unter­schied­lichs­te Her­an­ge­hens­wei­se an ein The­ma klin­gen sehr span­nend. Inter­es­sant könn­te auch wer­den, ob und wie sehr sich das künst­le­ri­sche Arbei­ten in ihrer ‚krea­ti­ven Bubble‘ hin zum Wer­ken in einem geöff­ne­ten Raum ver­än­dern wird“, sagt Bea­trix Ober­nos­ter­er, Lei­te­rin der Stadt­ga­le­rie Kla­gen­furt.

Kevin A. Rausch

Kevin A. Rausch wur­de 1980 in Wolfs­berg gebo­ren und besuch­te die Kunst­schu­le in Wien, an der er das Diplom im Jahr 2007 erlang­te. Der in Wien leben­de Kul­tur­schaf­fen­de betei­lig­te sich bei zahl­rei­chen Aus­stel­lun­gen im In- und Aus­land. Er pro­du­ziert auch künst­le­ri­sche Kurz­fil­me im Acht-Mil­li­me­ter-For­mat. Im Zuge des Paris-Auf­ent­halts möch­te sich Rausch dem aktu­el­len Zeit­ge­sche­hen wid­men. Zusätz­lich will er den Blick ver­mehrt auf dem der­zei­ti­gen Para­dig­men­wech­sel im Bereich der Tech­nik und Kom­mu­ni­ka­ti­on rich­ten. Auf dem Plan steht eben­so ein Kurz­film-Pro­jekt zu Fra­gen von Iden­ti­tät und Authen­ti­zi­tät in Zei­ten des Umbruchs der Gesell­schaft und der Ver­än­de­run­gen der Lebens­be­din­gun­gen des Men­schen. Im Kunst­be­trieb mit sei­nen male­ri­schen und musi­ka­li­schen Arbei­ten konn­te er sich bereits eta­blie­ren und sei­ne Qua­li­tä­ten unter Beweis stel­len.

Einer der bes­ten Kärnt­ner Maler

Juro­rin und Kul­tur­jour­na­lis­tin Iri­na Lino sieht im Preis­trä­ger einen viel­ver­spre­chend gen­re­über­grei­fen­den Ansatz, der die Qua­li­tät in allem hält, was er macht und die Fra­ge nach dem Gleich­ge­wicht in die­ser aus dem Lot gera­te­nen Zeit spannt. Jury-Mit­glied Michae­la Mon­schein vom ORF bezeich­net Rausch sogar als „einen der bes­ten, aus Kärn­ten stam­men­den Maler sei­ner Gene­ra­ti­on mit einer ganz eige­nen Bild­spra­che vol­ler Über­ra­schun­gen“.

 

Das Paris-Sti­pen­di­um

Das alle zwei Jah­re mit dem Land Kärn­ten von der Stadt Kla­gen­furt ver­ge­ben­de Paris-Sti­pen­di­um ist mit 9.000 Euro dotiert. Mit dem Sti­pen­di­um ust ein sechs­mo­na­ti­ger Auf­ent­halt im Künst­ler­ate­lier „Cité Inter­na­tio­na­le des Arts“ in Paris ver­bun­den. Aus­schrei­bun­gen erfol­gen am Kla­gen­fur­ter Kul­tur­ser­ver und am Kul­tur-Chan­nel des Lan­des Kärn­ten.

11.10.2021 09:22 - Update am: 11.10.2021 09:27
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Paris-Stipendien 2022 Kevin A. Rausch wurde 1980 in Wolfsberg geboren und besuchte die Kunstschule in Wien.

© Martin Rauchenwald