Equal Pay Day
Aktion der ÖGB-Frauen in Villach
Der heutige 11. Oktober 2021 ist statistisch jener Tag, an dem Frauen im Bezirk Villach bis ans Jahresende „gratis“ arbeiten. Darauf machten heute die ÖGB-Frauen aufmerksam.
© ÖGB Kärnten
Mit Schwerpunkt-Aktionen machen die Gewerkschaftsfrauen in Kärnten in den nächsten Wochen in allen Bezirken auf die Situation der Frauen zum „Equal Pay Day“ aufmerksam. Heute fand diese Aktion in der Region Villach statt, denn ab dem heutigen 11. Oktober 2021 müssen Frauen in Villach im Vergleich zu Männern statistisch 82 Tage „gratis“ bis zum Jahresende arbeiten. Dies entspricht einem Nachteil gegenüber dem Einkommen der Männer in Höhe von 22,3 Prozent oder 12.416 Euro.
Kinderbetreuung und Mindestlohn
Für die stellvertretende ÖGB-Regionalfrauenvorsitzende Sarah Katholnig ist das eine untragbare Situation, die dringend korrigiert gehört. „Wie sollen Frauen jemals gleich viel verdienen können, wenn ihnen in strukturellen Fragen weiterhin so viele Steine in den Weg gelegt werden?“ Neben dem Ausbau der Kinderbetreuung fordern die ÖGB-Gewerkschaftsfrauen auch einen Mindestlohn von 1.700 Euro.
Bei der Schwerpunkt-Aktion in Villach erhielten die Gewerkschaftsfrauen Unterstützung von Vizebürgermeisterin und Frauenreferentin Gerda Sandriesser sowie Vizebürgermeisterin und Bildungsreferentin Irene Hochstetter-Lackner.