Eishalle

Land Kärn­ten steigt aus Eis­hal­len-Ver­trag aus

Nach dem Ausstieg des Landes Kärnten muss die Stadt Klagenfurt die Finanzierung der Eishalle künftig alleine stemmen. Trotz angespannter Budgetlage will die Stadt den Betrieb sichern, um Sport, Nachwuchs und Tradition nicht zu gefährden.

Land Kärn­ten steigt aus Eis­hal­len-Ver­trag aus Österreichs Eishockey-Nationalteam trifft am 9. Mai in der Heidi-Horten-Arena in Klagenfurt auf Slowenien.

© KAC

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Kla­gen­furt. Jetzt ist es fix: Gesprä­che mit dem Land Kärn­ten haben statt­ge­fun­den, doch aus Sicht der Stadt blie­ben sie ohne Ergeb­nis. Das Land Kärn­ten steigt mit Ende des Jah­res aus dem Ver­trag zur Finan­zie­rung der Eis­sport­be­trie­be aus. Damit bleibt die Lan­des­haupt­stadt künf­tig allei­ne auf den Kos­ten für die Eis­hal­le sit­zen.

Bereits seit 1969 wur­de die Kunst­eis­bahn in Kla­gen­furt gemein­sam finan­ziert – 60 Pro­zent durch die Stadt, 40 Pro­zent durch das Land. Doch die­se jahr­zehn­te­lan­ge Part­ner­schaft ist Geschich­te. Nach­dem das Land Kärn­ten sei­ne Bei­trä­ge vor rund zehn Jah­ren gede­ckelt hat­te und die finan­zi­el­le Belas­tung für die Stadt dadurch ste­tig anstieg, folgt nun der end­gül­ti­ge Rück­zug.

Deut­lich kri­ti­sche Wor­te kom­men von Bür­ger­meis­ter Chris­ti­an Schei­der. Er spricht von einem kla­ren Aus­stieg aus der Ver­ant­wor­tung – und das, obwohl die Eis­hal­le ein über­re­gio­na­les Ange­bot sei, das weit über die Gren­zen Kla­gen­furts hin­aus genutzt wer­de. Gera­de der Blick auf ande­re Städ­te wie Frohn­lei­ten oder Möd­ling, wo Eis­hal­len aus finan­zi­el­len Grün­den bereits schlie­ßen muss­ten, mache die­se Ent­schei­dung des Lan­des umso unver­ständ­li­cher.

Trotz­dem stellt der Bür­ger­meis­ter klar: Die Stadt Kla­gen­furt wird an der Finan­zie­rung der Eis­hal­le fest­hal­ten – trotz der ange­spann­ten finan­zi­el­len Lage. Rund 1,2 Mil­lio­nen Euro Abgang über­nimmt die Stadt künf­tig allei­ne. Für Schei­der ist das kei­ne Fra­ge des Wol­lens, son­dern des Müs­sens. Man kön­ne es nicht ver­ant­wor­ten, dass Kin­der und Jugend­li­che plötz­lich ohne Trai­nings­mög­lich­kei­ten daste­hen.

Die Eis­hal­le sei ein Sym­bol für Tra­di­ti­on, Sport und Ver­bun­den­heit – mit den Ver­ei­nen, dem Nach­wuchs und der Stadt selbst. Gera­de in schwie­ri­gen Zei­ten dür­fe nicht dort gespart wer­den, wo Zusam­men­halt gelebt wer­de.

Fazit im Sin­ne der Stadt­spit­ze: Wäh­rend sich das Land Kärn­ten aus der Mit­ver­ant­wor­tung ver­ab­schie­det, hält Kla­gen­furt den Betrieb der Eis­hal­le auf­recht – auf eige­ne Rech­nung. Eine Ent­wick­lung, die vie­le Fra­gen auf­wirft: über Fair­ness, über poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung und dar­über, wie viel Soli­da­ri­tät zwi­schen Land und Lan­des­haupt­stadt künf­tig noch bleibt.

29.12.2025 17:00 - Update am: 29.12.2025 20:22
Anzeige
Land Kärn­ten steigt aus Eis­hal­len-Ver­trag aus Österreichs Eishockey-Nationalteam trifft am 9. Mai in der Heidi-Horten-Arena in Klagenfurt auf Slowenien.

© KAC