Gerlitzen

Gefähr­li­cher Droh­nen-Zwi­schen­fall bei Ret­tungs­ein­satz

Eine Drohne tauchte während eines laufenden Rettungseinsatzes plötzlich im Nahbereich eines Hubschraubers auf. Der gefährliche Zwischenfall zwang einen weiteren Rettungshubschrauber zur Kursänderung.

Flugrettung Gefährlicher Zwischenfall im Skigebiet Gerlitzen: Eine Drohne gefährdete während eines laufenden Rettungseinsatzes die eingesetzten Hubschrauber.

© ARA

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Am 30. Dezem­ber 2025 kam es gegen 13:10 Uhr im Ski­ge­biet Ger­lit­zen zu einem gefähr­li­chen Zwi­schen­fall mit einer Droh­ne. Der Vor­fall ereig­ne­te sich im Bereich der Neu­gar­ten­ab­fahrt wäh­rend eines lau­fen­den Ret­tungs­ein­sat­zes.

Ret­tungs­hub­schrau­ber muss­te neben der Pis­te lan­den

Kurz nach 13:00 Uhr muss­te der Ret­tungs­hub­schrau­ber ARA 3 auf­grund eines medi­zi­ni­schen Ein­sat­zes im Bereich der Ski­pis­te lan­den. Der Hub­schrau­ber wur­de von der Alpin­po­li­zei vor Ort ein­ge­wie­sen und befand sich bereits am Boden, als es zu dem Zwi­schen­fall kam.

Droh­ne taucht plötz­lich im Nah­be­reich auf

Unmit­tel­bar nach der Lan­dung des Hub­schrau­bers tauch­te plötz­lich eine Droh­ne im Nah­be­reich des Ret­tungs­hub­schrau­bers auf. Die­se flog in wei­te­rer Fol­ge meh­re­re hun­dert Meter ent­lang der Neu­gar­ten­pis­te und ver­schwand aus dem Sicht­feld des ein­schrei­ten­den Beam­ten.

Zwei­ter Hub­schrau­ber recht­zei­tig gewarnt

Zeit­gleich befand sich der Ret­tungs­hub­schrau­ber ALPIN 1 im Über­flug über der Ger­lit­zen. Die­ser war nach einer Pati­en­ten­über­ga­be im LKH Vil­lach auf dem Rück­flug zum Stütz­punkt nach Pater­gas­sen. ALPIN 1 wur­de recht­zei­tig per Funk vor der Droh­ne gewarnt und konn­te sei­ne Flug­rou­te anpas­sen. Eine mög­li­che Gefähr­dung konn­te so ver­hin­dert wer­den.

Droh­ne flog erneut knapp über Hub­schrau­ber hin­weg

Kur­ze Zeit spä­ter kehr­te die Droh­ne zurück und flog rela­tiv knapp über den ste­hen­den Ret­tungs­hub­schrau­ber ARA 3 hin­weg. Anschlie­ßend lan­de­te das Flug­ge­rät im Bereich eines Alpen­gast­ho­fes.

14-jäh­ri­ger Droh­nen­pi­lot aus­ge­forscht

Der vor Ort befind­li­che Alpin­po­li­zist begab sich in das Hotel und konn­te dort den Droh­nen­pi­lo­ten aus­for­schen. Dabei han­del­te es sich um einen 14-jäh­ri­gen deut­schen Staats­bür­ger, der die Droh­ne vom Bal­kon sei­nes Hotel­zim­mer­saus gestar­tet hat­te.
Der Flug wur­de außer­halb des Sicht­be­rei­ches aus­schließ­lich über die Kame­ra der Droh­ne durch­ge­führt. Die Mut­ter des Jugend­li­chen war eben­falls anwe­send.

Meh­re­re Ver­stö­ße fest­ge­stellt

Im Zuge der Erhe­bun­gen stell­te sich her­aus, dass die Droh­ne nicht regis­triert war und kei­ne gesetz­lich vor­ge­schrie­be­ne Haft­pflicht­ver­si­che­rung vor­ge­wie­sen wer­den konn­te. Zudem erfolg­te der Flug außer­halb der Sicht­wei­te des Pilo­ten und beein­fluss­te einen lau­fen­den Ret­tungs­ein­satz erheb­lich.

Anzei­ge nach dem Luft­fahrt­ge­setz

Der Vor­fall wird nach dem Luft­fahrt­ge­setz ange­zeigt. Die Anzei­ge ergeht an die BH Vil­lach.

⚠️ Hin­weis: Droh­nen­flü­ge in der Nähe von Ein­satz­kräf­ten und Ret­tungs­hub­schrau­bern stel­len eine mas­si­ve Gefahr dar und sind strengs­tens ver­bo­ten.

02.01.2026 19:50 - Update am: 02.01.2026 19:51
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Flugrettung Gefährlicher Zwischenfall im Skigebiet Gerlitzen: Eine Drohne gefährdete während eines laufenden Rettungseinsatzes die eingesetzten Hubschrauber.

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