Gesundheit
Neue Übergangspflege ab diesem Jahr!
Die Übergangspflege ist eine Brücke nach einem Aufenthalt im Krankenhaus, um Menschen wieder zu mobilisieren und eine Rückkehr in den häuslichen Bereich zu ermöglichen.
Ab Jänner 2026 stellt Kärnten die Übergangspflege Schritt für Schritt neu auf. Ziel ist ein geordneter, sicherer und wirksamer Übergang von Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt zurück in das eigene Zuhause. Künftig wird die Übergangspflege auch direkt an die Kärntner Spitäler angebunden und dort mit medizinischer und therapeutischer Betreuung angeboten.
Übergangspflege als Überbrückung
„Übergangspflege ist eine zentrale Brücke nach einem Akutaufenthalt im Krankenhaus, um Menschen wieder zu mobilisieren, zu stabilisieren und eine Rückkehr in den häuslichen Bereich zu ermöglichen“, betont Landesrätin Beate Prettner. Bislang wurde die Übergangspflege in Kärnten in Pflegeheimen angeboten, ohne therapeutische Leistungen wie z.B. Physio- oder Ergotherapie. Gleichzeitig gab es Fälle, in denen Patienten, die keine Akutversorgung mehr benötigten, weiterhin wertvolle Akutbetten in den Krankenhäusern belegten, weil eine Rückkehr nach Hause noch nicht möglich war und es begrenzte Kapazitäten in den Pflegeheimen gab.
Mindestens 90 Übergangspflegebetten
In einem ersten Schritt entstehen innerhalb der KABEG 31 Übergangspflegebetten: im Klinikum Klagenfurt (zu Beginn 9, Erhöhung auf 13 bis 2027), im LKH Villach (8), im LKH Wolfsberg (8) und im LKH Laas (2). In weiterer Folge wird das Angebot auf insgesamt 40 Betten innerhalb der KABEG ausgebaut. Ab 2027 kommen zusätzliche Übergangspflegeplätze, unter anderem im DOKH Friesach, im Elisabethinen-Krankenhaus und im Krankenhaus Waiern, hinzu. Insgesamt sind für Kärnten mindestens 90 Übergangspflegebetten in den Spitälern vorgesehen.
Rückkehr in die eigenen vier Wände
Finanziert wird die neue Übergangspflege über Strukturmittel des Kärntner Gesundheitsfonds, der für 2026 zwei Millionen Euro reserviert hat. Die therapeutischen Leistungen werden von der Sozialversicherung getragen. Johann Lintner, Leiter der ÖGK-Landesstelle Kärnten, betont: „Therapeutische Leistungen sind ein wesentlicher Bestandteil der neuen Übergangspflege, um die Mobilisierung und Stabilisierung für eine sichere Rückkehr in die eigenen vier Wände zu gewährleisten.” Die ÖGK werde im Rahmen einer Pauschalvereinbarung einen wichtigen Beitrag zur Sicherstellung der Versorgung nach dem Spitalsaufenthalt leisten.
Erfahrungen bestätigen Übergangspflege
Primarius Georg Pinter, Vorstand des Zentrums für Altersmedizin, wird für die Übergangspflege am Klinikum Klagenfurt verantwortlich sein. Er bestätigt aus Erfahrungen, dass die neu strukturierte Übergangspflege in die Strategie einer abgestuften Versorgung passe: „Gar nicht selten muss nach einem Akutaufenthalt, etwa nach Schlaganfällen, das Zuhause baulich adaptiert werden — oder es braucht daheim mobile soziale oder therapeutische Dienste, die nicht sofort verfügbar sind.” In solchen Fällen ist die Übergangspflege als Überbrückung perfekt.

