21. Jänner

Wolf­gang Sendl­ho­fer: “War­um Krieg statt Frie­den?”

Wolfgang Sendlhofer präsentiert am 21. Jänner im Congress Center Wörthersee seine neue Dokumentation "Warum Krieg statt Frieden?" "KLiCK Kärnten" traf den gebürtigen Kärntner Filmemacher vorab zum Gespräch.

Wolf­gang Sendl­ho­fer: “War­um Krieg statt Frie­den?”Wolfgang Sendlhofer möchte den Menschen eine andere Sichtweise geben, verbunden mit stichhaltigen Hintergrundinformationen.

© Moviemedia

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Es ist eine sehr kom­ple­xe Fra­ge, die sich Wolf­gang Sendl­ho­fer mit sei­ner für die brei­te Öffent­lich­keit gedach­ten Doku­men­ta­ti­on War­um Krieg statt Frie­den? beant­wor­ten möch­te. Der gebür­ti­ge Kla­gen­fur­ter, der heu­te in Ober­ös­ter­reich mit sei­ner Fami­lie lebt, leuch­tet damit die Zwi­schen­räu­me aus, die auf­grund der „Wirk­mäch­tig­keit des Dis­kur­ses“ (Michel Fou­cault) in der Regel in den Main­stream-Medi­en unter Ver­schluss blei­ben. Denn: „Wir haben inzwi­schen gelernt: Fak­ten wer­den ‚gemacht‘, Wirk­lich­keit wird sozi­al ‚kon­stru­iert‘, Erkennt­nis ist immer unab­ge­schlos­sen“, schrieb Alei­da Ass­mann einst in der Kul­tur­zeit­schrift Mer­kur. Was ver­an­lass­te den Regis­seur, Dreh­buch­au­to­ren und Film­pro­du­zen­ten zu die­ser Doku­men­ta­ti­on? KLiCK Kärn­ten hat ihn am Wochen­en­de in Ober­ös­ter­reich erreicht und gefragt.

Von der Pike auf gelernt

„Ich woll­te von klein auf immer Fil­me machen, und habe so begon­nen, den Film auch wirk­lich von der Pike auf zu ler­nen“, sagt Sendl­ho­fer zu sei­nem Hand­werk. Für die­ses schuf er vor 30 Jah­ren mit sei­nem Unter­neh­men Movie Media einen adäqua­ten Ort in Ober­ös­ter­reich, das heu­te erfolg­reich ver­schie­de­ne Image­fil­me, TV/Kino Spots und Doku­men­ta­tio­nen pro­du­ziert.

Zum Doku­men­tar­film fand er im Jahr 2020 wäh­rend der Coro­na-Zeit: „Ich habe das Gan­ze zu hin­ter­fra­gen begon­nen.“ Doch war­um sind es gera­de die­se The­men, die bei ihm auf ein solch beson­de­res Inter­es­se sto­ßen, sodass er inves­ti­ga­tiv und doku­men­ta­risch glei­cher­ma­ßen mit sei­ner Film-Arbeit aktiv wird?

Bei­trag zur Auf­klä­rung der Öffent­lich­keit 

Sendl­ho­fer hat drei Kin­der, mitt­ler­wei­le auch zwei Enkel­kin­der – und gera­de hier gebe es für ihn eine ernst­zu­neh­men­de Ver­ant­wor­tung. „Es ist wich­tig, dass man im Bereich sei­ner eige­nen Mög­lich­kei­ten etwas für die Auf­klä­rung der Öffent­lich­keit tut, weil die wenigs­ten haben den Mut dazu“, blickt er auf die letz­ten Jah­re zurück. Die­ser Mut führ­te schließ­lich zur Pro­duk­ti­on von Coro­na – Auf der Suche nach der Wahr­heit und WHO – Auf der Suche nach der Wahr­heit.

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“Nun habe ich die wahr­schein­lich wich­tigs­te Doku pro­du­ziert”, sagt Wolf­gang Sendl­ho­fer.
© Movie­me­dia

Im Kern kom­me es immer dar­auf an, genau zu recher­chie­ren und Stim­men wie Gegen­stim­men hör­bar zu machen. Doch auch auf eine span­nen­de und inter­es­san­te Gestal­tung müs­se geach­tet wer­den. „Dass man ver­sucht, den Zuse­her mit­zu­neh­men“, meint Sendl­ho­fer, der nach wie vor ger­ne nach Kärn­ten kommt. “Ich füh­le mich noch immer als Kärnt­ner.”

Ver­sucht sich der Wahr­heit anzu­nä­hern

Die Wirk­mäch­tig­keit des Dis­kur­ses macht es nicht gera­de ein­fach, die Wahr­hei­ten her­aus­zu­ar­bei­ten, oft spie­len intrans­pa­ren­te Inter­es­sen eine gro­ße Rol­le, die abseits der öffent­li­chen Auf­merk­sam­keit mit­mi­schen. „Man ver­sucht natür­lich, dort tie­fer hin­ein­zu­wach­sen und sich der Wahr­heit anzu­nä­hern. Und zum Teil sind es auch erschre­cken­de Ein­bli­cke, die man in der Regel nicht aus dem Main­stream bekommt.“ Sendl­ho­fer möch­te den Men­schen eine ande­re Sicht­wei­se geben, ver­bun­den mit stich­hal­ti­gen Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen. „Doch es ist immer schwie­rig, wenn man ver­sucht, Sachen zu zei­gen, die in der Öffent­lich­keit nicht den Nar­ra­ti­ven ent­spre­chen.“

Der Ter­min

  • Ter­min: Mitt­woch, 21. Jän­ner 2026
  • Ort: Con­gress Cen­ter Wör­ther­see
  • Uhr­zeit: 18 Uhr (Ein­lass), 19 Uhr (Beginn)
  • Kar­ten: online/Abendkassa

Was ist ein Nar­ra­tiv?

Als Nar­ra­tiv wird eine sinn­stif­ten­de Erzäh­lung bezeich­net, die Ein­fluss auf die Art hat, wie Men­schen ihre Umwelt wahr­neh­men. Es ist kei­ne belie­bi­ge Geschich­te, son­dern eine eta­blier­te Erzäh­lung, die mit Legi­ti­mi­tät ver­se­hen ist. Ein anschau­li­ches Bei­spiel für ein Nar­ra­tiv ist z.B. der Ame­ri­can Dream: Vom Tel­ler­wä­scher zum Mil­lio­när.

18.01.2026 15:00 - Update am: 18.01.2026 15:01
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Wolf­gang Sendl­ho­fer: “War­um Krieg statt Frie­den?”Wolfgang Sendlhofer möchte den Menschen eine andere Sichtweise geben, verbunden mit stichhaltigen Hintergrundinformationen.

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