Hilfswerk
Gemeinsam für soziale Zukunft
Ausbau der mobilen Pflege, Investitionen in Bildung und starke Partnerschaften prägten den Neujahrsempfang in Klagenfurt. Vertreter aus Politik und Sozialwesen bekräftigten gemeinsam ihr Bekenntnis zu einer menschlichen und zukunftsorientierten Sozialarbeit.
© Foto KK
Breite Unterstützung aus Politik und Gesellschaft
Beim Neujahrsempfang des Hilfswerks am 26. Jänner 2026 in der Zentrale Klagenfurt versammelten sich zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Sozialwesen und Gesellschaft. „Alles, was in diesem Bereich wichtig ist, war heute hier“, brachte es eine Teilnehmerin auf den Punkt.
Dank an die Mitarbeiter und Blick auf gesundes Altern
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Präsidentin Elisabeth Scheucher-Pichler. In ihren Grußworten bedankte sie sich besonders bei den 1.299 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren täglichen Einsatz. Im Mittelpunkt ihrer Rede stand die Gesundheit der Patientinnen und Patienten sowie das Ziel, Menschen ein möglichst selbstbestimmtes und gesundes Altern zu ermöglichen.
Mobile Betreuung und Kampf gegen Einsamkeit
Ein zentrales Anliegen sei der weitere Ausbau der mobilen Betreuung. „Die Menschen wollen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden bleiben“, betonte Scheuchen-Pichler. Dafür brauche es ein umfassendes Servicepaket sowie ausreichend Zeit für die Pflegerinnen und Pfleger. Auch Projekte gegen Einsamkeit sollen künftig noch stärker forciert werden.
Ausbau von Angeboten und Fokus auf Familien
Ausgebaut werden sollen zudem die technische Hausbetreuung sowie die Angebote „Cook & Freeze“ in Völkermarkt und Wolfsberg. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Bildung und Entlastung von Familien. Flexible Kinderbetreuung, engere Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Investitionen in die Elementarpädagogik seien dafür entscheidend.
Neue Projekte für mehr Nähe zu den Menschen
Mit 2026 startet in Villach außerdem das Projekt „Standort Wohnen“. „Wir müssen bei den Menschen sein“, so die Präsidentin.
Auszeichnung für soziales Engagement
Besondere Anerkennung erhielt das “Stöberstübchen”, die in Klagenfurt mit dem „Auxilia-Preis“ ausgezeichnet wurde. Die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden für ihr Engagement besonders geehrt. „Mit Optimismus und Mut gehen wir in die Zukunft“, lautete das Fazit von Präsidentin Scheucher-Pichler.
Positive Bilanz und wirtschaftliche Stärke
Finanzreferent Dr. Walter Zemrosser zog eine positive Bilanz: Das Leistungsvolumen sei von 51 Millionen Euro im Jahr 2023 auf aktuell 72 Millionen Euro gestiegen. Im Verband der österreichischen Hilfswerksorganisationen sei man inzwischen die drittstärkste Kraft. Besonders in der mobilen Pflege nehme das Hilfswerk eine führende Rolle ein. Mit 300 Vollzeit- und 1.000 Teilzeitbeschäftigten biete man familienfreundliche und sozial abgesicherte Arbeitsplätze.
Enge Zusammenarbeit mit Stadt und Land
Bürgermeister Christian Scheider hob die Bedeutung des Hilfswerks als Arbeitgeber und sozialen Partner hervor. Angesichts steigender Herausforderungen sei die Zusammenarbeit im Sozialbereich wichtiger denn je. Seitens der Stadt Klagenfurt sagte er eine noch intensivere Kooperation zu.
Unterstützung für Kinder und Bildung
Stadtrat Julian Geier unterstrich die Menschlichkeit und Verantwortung des Hilfswerks, insbesondere im Rahmen der „Kinderstadt Klagenfurt“. Diese Unterstützung werde weitergeführt.
Gemeinsam in die Zukunft
Clubdirektor Markus Mall betonte das Miteinander: „Nur gemeinsam können wir Großes erreichen.“ Gleichzeitig verwies er auf bevorstehende Herausforderungen. Noch heuer soll eine Novelle des Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes beschlossen werden, für die 72 Millionen Euro zur Verfügung stehen. „Die öffentliche Hand investiert damit in ein starkes Miteinander“, so Mall.
Der Neujahrsempfang zeigte einmal mehr: Das Hilfswerk Kärnten versteht sich als verlässlicher Partner für soziale Sicherheit – heute und in Zukunft.
- Die Preisträger der Thermen-Auszeichnung im Restaurant Seespitz in Velden freuen sich über Bronze, Silber und Gold, überreicht von Wellcard-Geschäftsführer Michael Semmler.


