Wirtschaft
Kärnten will zum europäischen Zentrum für Drohneninnovation werden
Internationale Experten diskutierten bei der ADIC in Klagenfurt über autonome Systeme, neue Anwendungsfelder und Kärntens Chancen als Technologiestandort.
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Drohnen gelten als Schlüsseltechnologie der Zukunft – und Kärnten möchte dabei eine führende Rolle einnehmen. Beim zweiten Tag der Austrian Defence Innovation Conference (ADIC) im Makerspace der Wirtschaftskammer Kärnten in Klagenfurt stand die Weiterentwicklung autonomer Systeme im Mittelpunkt.
Neben Quanten‑, Neuro- und Biotechnologien rückten vor allem Drohnen als strategischer Innovationstreiber in den Fokus. Sie haben sich längst von rein militärischen Anwendungen zu vielseitigen Werkzeugen für Wirtschaft, Forschung und Sicherheit entwickelt – etwa im Katastrophenschutz, in der Landwirtschaft oder bei der Überwachung kritischer Infrastruktur.
Starke Infrastruktur als Standortvorteil
Kärnten verfügt bereits über eine europaweit beachtete Infrastruktur. Mit dem Lakeside Science & Technology Park, der größten Drohnenhalle Europas und dem Outdoor Drone Space Austria sieht sich das Bundesland gut aufgestellt.
„Drohnen sind eine große Chance für den Wirtschaftsstandort Kärnten“, betonte WK-Präsident Jürgen Mandl. Forschung, innovative Unternehmen und moderne Testumgebungen würden ideale Voraussetzungen schaffen, um sich langfristig als relevanter Innovationsstandort zu etablieren. Auch Unternehmensberater Peter Weidinger hob die Bedeutung der Vernetzung hervor: Der Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und öffentlichen Bedarfsträgern sei entscheidend, um das Potenzial der Technologie voll auszuschöpfen.
Internationale Perspektive
Einen Blick in die Zukunft bot die Keynote von Mark Höpflinger, Leiter des Schweizer Drohnen- und Robotik-Zentrums des Verteidigungsministeriums. Autonome Systeme würden sich rasant weiterentwickeln, sagte er. „Künftig wird ein Mensch hunderte oder sogar tausende Drohnen gleichzeitig überwachen“, so Höpflinger. Voraussetzung dafür sei jedoch eine enge Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure.
Austausch mit der Universität Klagenfurt
In diesem Zusammenhang sieht Höpflinger auch Potenzial für eine verstärkte Kooperation mit der Universität Klagenfurt. Geplant ist ein intensiver Austausch in den Bereichen Drohnentechnologie und Drohnenabwehr. Kärnten könne sich damit langfristig als wichtiger Teil des europäischen Sicherheits- und Innovationsnetzwerks positionieren, hieß es am Rande der Konferenz.
Zukunftsmarkt mit Wachstumspotenzial
Die ADIC machte deutlich: Drohnen sind längst mehr als ein Nischenthema. Sie gelten als Zukunftsmarkt mit großem wirtschaftlichem Potenzial – und Kärnten will dabei vorne mitspielen. Mit gezielten Investitionen, internationaler Vernetzung und einer starken Forschungslandschaft könnte das Bundesland in den kommenden Jahren zu einem zentralen Standort für Drohneninnovation in Europa werden.
