Wolfsberg

Inter­net­be­trug: Zwi­schen Herz­klop­fen und Gut­schein­codes

Zwischen Online-Romantik, angeblichen Notfällen und internationalen Geldforderungen verlor ein 52-jähriger Kärntner nicht nur sein Herz, sondern auch mehrere tausend Euro an professionelle Betrüger.

Inter­net­be­trug: Zwi­schen Herz­klop­fen und Gut­schein­codesEin 52-jähriger Mann aus dem Bezirk Wolfsberg wurde Opfer eines Internet-Liebesbetrugs und verlor durch fingierte Online-Beziehungen mehrere tausend Euro.

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Ein 52-jäh­ri­ger Mann aus dem Bezirk Wolfs­berg ist Opfer eines Inter­net-Lie­bes­be­trugs gewor­den. Unbe­kann­te Täter nah­men über sozia­le Netz­wer­ke Kon­takt mit dem Mann auf und bau­ten über län­ge­re Zeit eine ver­meint­lich inti­me Bezie­hung auf – inklu­si­ve gro­ßer Gefüh­le, klei­ner Hoff­nun­gen und regel­mä­ßi­ger Zah­lungs­auf­for­de­run­gen.

Eine der Täte­rin­nen gab sich als US-Armee-Vete­ra­nin aus, die angeb­lich in der Ukrai­ne sta­tio­niert sei. Um eine gemein­sa­me Zukunft in Öster­reich vor­zu­be­rei­ten, benö­tig­te sie vor allem eines: Geld für Bus­fahr­kar­ten. Der Mann über­wies meh­re­re hun­dert Euro in Form von Online-Gut­schei­nen. Spä­ter kam es – wie in vie­len Bezie­hun­gen – zu einem Zwi­schen­fall. In die­sem Fall zu einem angeb­li­chen Bus­un­fall, der wei­te­re Zah­lun­gen erfor­der­lich mach­te.

Erst nach mehr als einem Jahr der Fern­be­zie­hung und zuneh­men­den Geld­for­de­run­gen begann der Mann, an der Echt­heit der Roman­ze zu zwei­feln, und erstat­te­te am 3. Febru­ar 2026 Anzei­ge bei der Poli­zei.

Im Zuge der Anzei­gen­auf­nah­me stell­te sich her­aus, dass der Mann par­al­lel noch in einer zwei­ten Online-Bezie­hung stand – dies­mal mit einer angeb­li­chen Geschäfts­frau aus der Schweiz. Hier ging es nicht um Bus­fahr­kar­ten, son­dern um meh­re­re tau­send Euro für einen ver­meint­li­chen Geschäfts­ab­schluss. Die Frau gab spä­ter an, dabei ange­schos­sen wor­den zu sein.

Kurz dar­auf mel­de­ten sich angeb­li­che Mit­ar­bei­ter der Schwei­zer Kri­mi­nal­po­li­zei sowie eines Kran­ken­hau­ses. Sie for­der­ten rund 11.000 Euro für die Über­stel­lung der Ver­letz­ten nach Wolfs­berg. Die inter­na­tio­na­le Zusam­men­ar­beit funk­tio­nier­te also – zumin­dest im Bereich der Geld­for­de­run­gen.

Erst durch poli­zei­li­che Ermitt­lun­gen und Rück­fra­gen beim Kran­ken­haus wur­de klar: Weder Sol­da­tin noch Geschäfts­frau noch Behör­den­ver­tre­ter exis­tier­ten. Dafür aber ein pro­fes­sio­nel­les Betrugs­netz­werk und ein erheb­li­ches finan­zi­el­les Minus.

Die Poli­zei warnt erneut vor soge­nann­ten Love-Scams im Inter­net. Täter bau­en über Mona­te Ver­trau­en auf, um ihre Opfer schritt­wei­se zur Kas­se zu bit­ten. Exper­ten emp­feh­len daher: Wer im Netz die gro­ße Lie­be fin­det, soll­te zumin­dest prü­fen, ob die­se auch ohne Gut­schein­codes, Not­fäl­le und inter­na­tio­na­le Geld­trans­fers aus­kommt.

Denn ech­te Gefüh­le brau­chen kei­ne Über­wei­sung – höchs­tens einen Kaf­fee. Und den zahlt man am bes­ten bar.

03.02.2026 19:45
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Inter­net­be­trug: Zwi­schen Herz­klop­fen und Gut­schein­codesEin 52-jähriger Mann aus dem Bezirk Wolfsberg wurde Opfer eines Internet-Liebesbetrugs und verlor durch fingierte Online-Beziehungen mehrere tausend Euro.

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