Prävention
„Over the Limit“ geht gegen Vandalismus in Wolfsberg vor
Die Wolfsberger Jugend-Präventionsinitiative „Over the Limit“ nimmt aktuelle Fälle zum Anlass und thematisiert Vandalismus an Schulen. Das neue Modul wurde bei einem Treffen der Netzwerk-Partner vorgestellt.
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Seit über zwölf Jahren leistet die Wolfsberger Jugend-Präventionsinitiative „Over the Limit“ gemeinsam mit Netzwerk-Partnern (siehe unten) Aufklärungsarbeit zum Thema Suchermittel-Missbrauch. Wegen aktueller Anlassfälle in Parkanlagen in Wolfsberg wurde nun das Thema „Vandalimus und seine Folgen“ neu in das Programm aufgenommen. Bei einem Treffen aller Netzwerk-Partner mit Bürgermeister Hannes Primus und Vizebürgermeister Alexander Radl am vergangenen Dienstag im Wolfsberger Rathaus widmeten sich Experten in Referaten verschiedenen Aspekten des Vandalismus.
Aufklärung an Schulen
Christian Vallant, Projektleiter von „Over the Limit“, stellte das neue Modul vor, mit dem bereits im vergangenen Schuljahr an allen Wolfsberger Mittelschulen, der Unterstufe des BORG Wolfsberg und der Berufsbasisschule Wolfsberg gestartet wurde. „Dabei wird erklärt, was unter Sachbeschädigung zu verstehen ist, was eine schwere Sachbeschädigung ist und wie daraus im schlimmsten Fall ein Einbruchdiebstahl werden kann. Den meisten Jugendlichen ist nicht bewusst, welche Straftaten sie dabei begehen. Wenn sie erfahren, welche Strafen sie bei solchen Taten erwarten und welche Konsequenzen das für ihre Zukunft haben kann, sind sie meist mehr als überrascht. Vandalismus ist kein Kavaliersdelikt“, berichtet Vallant.
Zivilcourage zeigen
Anschließend beleuchtete Familienrichter Christian Gutschi die Konsequenzen von Vandalismus bei Jugendlichen, die bis zu schweren Vorstrafen reichen können. Andreas Tatschl, Präventionsbeamter der Polizei Wolfsberg, zitierte aus der Statistik mit 20 bis 25 Sachbeschädigungen im Monat. Christiane Kollienz-Marin (Caritas) und Margit Nemeth (Land Kärnten) gingen auf die oft schwierige Situation der jugendlichen Täter ein. Vizebürgermeister und Jugendreferent Alexander Radl appelliert an die Jugendlichen, Zivilcourage zu zeigen und bei Straftaten nicht schweigend zuzusehen.
In diesem Schuljahr bietet „Over the Limit“ an den Wolfsberger Schulen insgesamt zwölf verschiedene Module zu Themen wie Suchtberatung, Rauchen, Fahrsicherheit, Jugendschutz, Trauer und Toleranz sowie auch Elternabende an.
Die Netzwerk-Partner
Netzwerk-Partner von „Over the Limit“ sind die Polizei Wolfsberg, das Rote Kreuz Wolfsberg und Jugend-Rot-Kreuz Klagenfurt, die Feuerwehr Wolfsberg, die Kärntner Landesregierung, Caritas, „Oikos“, „Sixvision“, die beiden Fahrschulen Haider und Schellander sowie die Mittelschule Wolfsberg (Bildungswelt Maximilian Schell), die Musikmittelschule Wolfsberg, die Mittelschule St. Marein, die Sportmittelschule „Christine Lavant“ in St. Stefan, Berufsbasisschule, Borg, HLW, HAK, und HTL.


