Kärnten
Neues Schutzkonzept gegen Gewalt geplant
Der Kärntner Landtag beschließt morgen (5. Februar 2026) einen Aktionsplan gegen Gewalt. Darin stehen Maßnahmen, wie Kärnten Gewalt verhindern und Betroffene besser schützen will – in Familie, Schule, am Arbeitsplatz, im öffentlichen Raum und online.
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Beschluss im Landtag
Im Kärntner Landtag wird morgen, am 5. Februar 2026, ein Aktionsplan gegen Gewalt beschlossen werden. SPÖ-Sozialsprecherin LAbg. Ruth Feistritzer betont im Vorfeld der Sitzung, dass Gewalt viele Formen hat und in Kärnten keinen Platz hat:
„Gewalt kennt keine Nationalität und keine sozialen Schichten. Und sie hat viele Gesichter: von verbal, physisch, psychisch, digital, sexualisiert bis hin zu strukturellen Verhältnissen. All diese Formen haben aber eines gemeinsam: Sie haben in Kärnten nichts verloren. Mit dem neuen Kärntner Aktionsplan sagen wir der Gewalt den Kampf an“
Umfassende Plattform für Austausch mit Expertinnen und Experten
Beschlossen wird die Entwicklung eines umfassendes Schutzkonzeptes, das alle Bereiche des Landes durchziehen soll.
„Schutzmaßnahmen dürfen nicht an Ressort- oder Zuständigkeitsgrenzen scheitern. Ein umfassendes Problem braucht eine umfassende Lösung.“
Außerdem ist die Einbindung von weiteren Expertinnen und Experten vorgesehen: „Wir suchen aktiv den Kontakt mit relevanten Fachstellen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Betroffenenvertretungen.“
Inhaltliche Schwerpunkte
„Inhaltlich wird der neue Aktionsplan einen klaren Fokus auf die Bereiche Familie, Bildung, Arbeitsplatz oder öffentliche Plätze setzen – und natürlich auf den digitalen Raum, in dem es viele neue Herausforderungen gibt“, erläutert Feistritzer. „Weiter ausgebaut werden sollen die Angebote für besonders vulnerable Gruppen: Kinder, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung.“
Sensibilisierung der Öffentlichkeit
Auch die Öffentlichkeit spielt eine große Rolle: „Es wird mehr in öffentliche Bewusstseinsbildung investiert. Denn der erste Schritt einer jeden Verbesserung ist: Hin- statt wegschauen. ‚Das geht mich nichts an‘ ist die falsche Einstellung. Gewalt in unserer Gesellschaft geht uns alle etwas an. Und dieser Verantwortung müssen wir gemeinsam nachkommen“, appelliert Feistritzer abschließend.
04.02.2026 11:00
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