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Zweiräder bleiben von Innenstadt-Kontrollen ausgenommen
Motorräder und Mopeds sollen laut Begutachtungsentwurf nicht von kamerabasierten Zufahrtskontrollen in Innenstädten erfasst werden – die Zweiradbranche spricht von einem wichtigen Signal für urbane Mobilität und Planungssicherheit für Betriebe.
© Red/KK
Begutachtungsentwurf des Verkehrsministeriums bringt Entlastung für Motorräder und Mopeds – Branche sieht wichtiges Signal für urbane Mobilität.
Klarstellung im Begutachtungsentwurf
Der aktuelle Begutachtungsentwurf des Verkehrsministeriums zur kamerabasierten Zugangskontrolle in Innenstädten sorgt für Erleichterung in der Zweiradbranche. Demnach sollen einspurige Kraftfahrzeuge wie Motorräder und Mopeds ausdrücklich von der automatisierten Erfassung ausgenommen werden. Damit können sie auch künftig ohne Einschränkungen in betroffene Innenstadtbereiche einfahren, selbst wenn dort Zufahrtsbeschränkungen per Kamerasystem kontrolliert werden.
Kameras sollen Zufahrtsbeschränkungen kontrollieren
Hintergrund der geplanten Regelung ist die Einführung kamerabasierter Systeme, mit denen Städte Zufahrtsbeschränkungen automatisch überwachen können. Solche Kontrollen könnten künftig etwa in verkehrsberuhigten Zonen oder besonders belasteten Innenstadtbereichen eingesetzt werden. In der Branche gab es zuletzt jedoch die Sorge, dass auch Motorräder und Mopeds in diese automatisierte Erfassung einbezogen werden könnten. Das hätte sowohl für Kundinnen und Kunden als auch für Betriebe Einschränkungen im innerstädtischen Verkehr bedeutet.
„Wichtiges Signal für unsere Branche“
„Diese Klarstellung ist ein wichtiges Signal für unsere Branche“, betont Dieter Hahn, Berufsgruppensprecher des Kärntner Zweiradhandels. Motorräder und Mopeds seien ein fixer Bestandteil moderner Mobilität. „Dass sie ausdrücklich ausgenommen wurden, zeigt, dass unsere Argumente auf politischer Ebene Gehör gefunden haben“, so Hahn.
Bedeutung für Handel und urbane Mobilität
Aus Sicht der Branche hätte eine Einbeziehung der Zweiräder die Attraktivität dieser vergleichsweise umwelt- und platzsparenden Mobilitätsform deutlich geschwächt. Auch wirtschaftliche Auswirkungen auf Handel und Servicebetriebe wären möglich gewesen. Gerade in urbanen Räumen gelten Zweiräder als wichtiger Baustein für flexible und effiziente Mobilität.
Ergebnis intensiver Branchen-Gespräche
Die nun vorgesehene Ausnahme ist laut Branchenvertretern auch das Resultat intensiver Gespräche der Zweiradwirtschaft gemeinsam mit der Arge2Rad. Für den Kärntner Zweiradsektor steht damit fest: Die wirtschaftliche Bedeutung und verkehrspolitische Rolle von Motorrädern und Mopeds werden wahrgenommen – und in der politischen Entscheidungsfindung ernst genommen.

