Karawankentunnel
Neue Tunnelröhre bringt Kärnten und Slowenien noch näher zusammen
Politik und Wirtschaft feiern den Tunnel als Meilenstein für die Region und starke Verbindung zwischen Kärnten und Slowenien.
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Großer Tag für Kärnten und Slowenien: Die neue Röhre des Karawankentunnels ist offiziell für den Verkehr freigegeben worden. Politiker beider Länder feierten das Mega-Projekt als echten Schub für Wirtschaft, Verkehr und Zusammenarbeit.
Für Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser war die Eröffnung ein besonderer Moment. Seit 2015 habe ihn das Projekt begleitet. Bei der Feier sprach er von zwei Staaten, die „noch enger verbunden“ werden. Auch privat war der Tag für ihn besonders: Seine Lebenspartnerin Ulli Wehr war Tunnelpatin und platzierte zum Abschluss eine Statue der Heiligen Barbara in einer Nische des Tunnels.
Kaiser betonte die Bedeutung des Bauwerks für Kärnten. Neben der Koralmbahn sei der Karawankentunnel eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der letzten Jahrzehnte. Sein Dank galt Asfinag, ÖBB und Kelag, die auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten investiert und damit Jobs gesichert hätten.
Politik feiert Mega-Projekt
Auch LH-Stellvertreter Martin Gruber hob die enorme Bedeutung hervor. Viele Kräfte hätten zusammengewirkt, damit diese wichtige Lebensader für Regionen und Wirtschaft Realität werden konnte.
Für Infrastrukturminister Peter Hanke ist klar: „Mit diesem Tunnel setzen wir einen Meilenstein für die Zukunft der Region.“ Besonders stolz zeigte er sich auf die Asfinag. Österreich habe damit eines der besten und sichersten Tunnelprojekte Europas umgesetzt.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer sieht in der neuen Röhre einen klaren Vorteil für heimische Betriebe. Die Verbindung zwischen Nord und Süd werde stärker, Unternehmen könnten künftig noch besser von der Anbindung profitieren.
Auch auf slowenischer Seite war die Freude groß. Direkt an der Grenzlinie im Tunnel wurde am Mittwoch um 14.30 Uhr feierlich das Band durchgeschnitten. Sloweniens Infrastrukturministerin Alenka Bratušek sprach von einem Projekt, das Österreich, Slowenien und ganz Europa verbinde. Dars-Präsident Andrej Ribič versprach, dass der Vollausbau bis Anfang 2029 diesmal ohne Verzögerungen auf slowenischer Seite geschafft werden soll.
So geht es im Tunnel jetzt weiter
Bei der Asfinag zeigt man sich ebenfalls zufrieden. Vorstand Hartwig Hufnagel sprach davon, dass dieses Nadelöhr zwischen Österreich und Slowenien schon bald Geschichte sein werde. Finanzvorstand Herbert Kasser sieht in dem Projekt sogar ein Vorbild für ganz Europa.
Ab Freitag wird der Verkehr von Slowenien nach Kärnten in einer Richtung durch die neue Röhre geführt. Ende März soll in beiden Richtungen einspurig durch den neuen Tunnel gefahren werden. Gleichzeitig startet die Sanierung der alten Röhre, die bereits 1991 eröffnet wurde.
Der Vollausbau mit vier Fahrbahnen ist bis 2029 geplant. Für die neue Tunnelröhre investierte die Asfinag insgesamt 191 Millionen Euro.
