Kärnten
Neue Standards für Pflegefamilien
Das Land Kärnten hat neue Qualitätsstandards für Pflegefamilien vorgestellt. Künftig sollen Kinder noch stärker im Mittelpunkt stehen und Familien gezielter unterstützt werden.
Land baut Unterstützung aus
Das Land Kärnten hat neue Qualitätsstandards für den Pflegekinderbereich vorgestellt. Damit soll die Unterstützung für Pflegefamilien weiter ausgebaut werden.
Derzeit geben 211 Pflegefamilien in Kärnten Kindern und Jugendlichen ein Zuhause. Mit den neuen Standards soll der Blick noch stärker auf die Bedürfnisse der Kinder gelegt werden.
Kinder stärker im Mittelpunkt
Bisher hat der Pflegeelterndienst Pflegefamilien vor allem mit regelmäßigen Hausbesuchen begleitet. Künftig sollen die untergebrachten Kinder noch stärker im Mittelpunkt stehen.
Jedes Kind soll im Rahmen der Begleitung gehört und ernst genommen werden. Ziel ist es, früh auf Bedürfnisse reagieren und eine stabile Vertrauensbasis aufbauen zu können.
Berichte und Fortbildungen
Bei älteren Kindern stehen Gespräche im Vordergrund, bei Babys und Kleinkindern wird stärker auf spielerische Interaktion und Beobachtung gesetzt. So sollen Bindung, Wohlbefinden und Entwicklung besser eingeschätzt werden können.
Zusätzlich werden jährlich Entwicklungsberichte erstellt, an denen Pflegeeltern und Psychologinnen gemeinsam arbeiten. Zweimal im Jahr sind außerdem Fortbildungen für Pflegeeltern vorgesehen.
Vorbereitung für neue Pflegeeltern
Ein weiterer Teil betrifft die Ausbildung neuer Pflegeeltern und angehender Adoptiveltern. In Vorbereitungskursen mit sechs Modulen geht es unter anderem um den Umgang mit traumatisierten Kindern, um eigene Grenzen und um den Kontakt mit Herkunftsfamilien.
Zum Abschluss berichten erfahrene Pflegeeltern aus ihrem Alltag. Damit sollen Interessierte einen möglichst realistischen Einblick in diese Aufgabe bekommen.
Pflegefamilie werden
Wer sich vorstellen kann, einem Kind vorübergehend oder dauerhaft ein Zuhause zu geben, kann sich beim Referat für Jugend und Familie melden.
Kontakt: 050 536 16465
Jede Bewerbung kann dazu beitragen, einem Kind eine sichere Zukunft zu geben.