Klagenfurt
Ein Jahr danach: Im Haus Magdalena ist Ruhe eingekehrt
Haus voll belegt, finanzielle Sorgen kleiner als erwartet – nach dem ersten Jahr unter Caritas-Führung richtet sich der Blick bereits auf den geplanten Neubau.
© Foto: SK/Glinik
Vor gut einem Jahr wurde aus dem städtischen Seniorenheim Hülgerthpark das Pflegewohnhaus „Haus Magdalena“ unter der Führung der Caritas Kärnten. Nun ziehen Stadt und Caritas Bilanz – und die fällt positiv aus. Das Haus ist voll belegt, das Team neu aufgestellt, die Stimmung stabil. Auch für die Stadt gibt es eine gute Nachricht: Der finanzielle Abgang ist geringer als befürchtet.
Gelungene Übergabe
Die Übernahme eines Seniorenheims ist ein heikler Schritt. Für Bewohner, Angehörige und Beschäftigte geht es um Sicherheit und Verlässlichkeit im Alltag. In Klagenfurt wurde daher genau beobachtet, wie sich die Übergabe an die Caritas entwickeln würde.
Ein Jahr später überwiegt die Zufriedenheit. Die Übergangsphase sei konstruktiv verlaufen, Herausforderungen habe man partnerschaftlich gelöst. Für die Bewohner bedeutete das vor allem Stabilität.
Positive Bilanz
Bürgermeister Christian Scheider sieht den eingeschlagenen Weg bestätigt. Aus Sicht der Stadt sei das Projekt erfolgreich abgeschlossen worden. Besonders erfreulich sei, dass der prognostizierte finanzielle Abgang deutlich niedriger ausgefallen ist als erwartet.
Auch die Caritas Kärnten spricht von einer erfolgreichen ersten Etappe. Direktor Ernst Sandriesser betont, dass das Haus seit der Übernahme im Jänner 2025 erfolgreich weiterentwickelt worden sei. Das Pflegewohnhaus sei voll belegt, das Team unter der Leitung von Ina Dzino gut aufgestellt und motiviert.
Zustimmung aus dem Haus
Positiv fällt die Bilanz auch bei den Bewohnern aus. Bewohnersprecher Hubert Menschick spricht von einer erfreulichen Entwicklung. Bewährte Abläufe seien beibehalten und zugleich verbessert worden. Neue Ideen seien behutsam umgesetzt worden.
Neubau ist bereits geplant
Der Blick geht bereits nach vorne: 2026 soll die Detailplanung für ein neues, sechsstöckiges Pflegewohnhaus starten. Die Bauarbeiten sind für 2027 und 2028 vorgesehen, Ende 2029 ist die Übersiedelung geplant.
Im neuen Gebäude sollen weiterhin Pflegewohnhaus, Altenwohnheim und betreutes Wohnen angeboten werden. Zusätzlich sind ein stationäres Hospiz, eine Tagesstätte und eine eigene Küche geplant.