EU-Förderungen
Ausbildung zu kommunalen Fördermanagern gestartet
Am Donnerstag erfolgte mit dem „Fördertalk“ im Europahaus in Klagenfurt der Auftakt zur Ausbildung von kommunalen Fördermanagern, die bis Sommer 2022 läuft. Das Know-how rund um EU-Förderungen steht dabei im Zentrum.
© StadtKommunikation/Helge Bauer
In den Jahren 2014 bis 2020 erhielten die Kärntner Regionen rund 350 Millionen Euro an EU-Förderungen. „Bis zum Jahr 2027 kann man jetzt sogar eine knappe Milliarde Euro für unsere Region erwarten. Die Summe wurde im Zuge der Pandemie fast verdreifacht“, verrät Adnan Alijagic, Geschäftsführer der Initiative „Zentralraum Kärnten+“. Diese Förderungen betreffen vor allem die Bereiche Soziales, Innovation, Wirtschaftsentwicklung und Infrastruktur. Nun werden sogenannte kommunale Fördermanager im Zentralraum Kärnten ausgebildet, um so in den Gemeinden den Überblick über EU-Förderungen zu bekommen und zu bewahren.
25 Teilnehmer mit einem Ziel
„Wir wollen die Zusammenarbeit und den Austausch zwischen Städten und Gemeinden vertiefen“, betont Alijagic. Am Donnerstag fanden sich 25 Vertreter aus dem Zentralraum Kärnten zum ersten „Fördertalk“ im Europahaus in Klagenfurt ein, um die Ausbildung zum Fördermanager zu beginnen. Sie sollen künftig das Know-how besitzen, die Möglichkeiten aus den finanziellen Mitteln der EU auszuloten und konkrete Projekte abzuwickeln. Im Rahmen der Ausbildung stehen folgende Fragen im Mittelpunkt: Welche Fördermöglichkeiten gibt es aus den unterschiedlichen Töpfen und Programmen, wie kann eine Stadt oder eine Gemeinde konkret profitieren und wie sind diese Förderungen tatsächlich an Land zu ziehen? „Diese Informationen müssen einfach bei den Menschen in den Gemeinden ankommen“, sagt Alijagic.
Weiterbildung und Förderprojekte
„Durch die grenzübergreifende Zusammenarbeit im Rahmen von Umwelt- und Klimaschutz-Projekten weiß ich um die Bedeutung von Förderprojekten, um wichtige Entwicklungen im Rahmen unseres Smart-City-Konzepts möglichst budgetschonend voranzutreiben. Weiterbildung hat immer einen besonderen Stellenwert und ich freue mich, dass die Kompetenzen in unserer Verwaltung damit sinnvoll ausgeweitet werden und das Förder-Know-how nicht nur an einzelnen Persönlichkeiten im Hause hängen bleibt“, schildert Klagenfurts Vizebürgermeister Alois Dolinar, Referent für europäische Angelegenheiten. Die Landeshauptstadt Klagenfurt beteiligt sich zudem umfassend an der neuen Initiative.
Verein Zentralraum Kärnten
„Die Gründung des Vereins Zentralraum Kärnten ist ein wichtiger Schritt gewesen, um die Bedeutung und die Wettbewerbschancen unserer Kernregion zu optimieren. Es freut mich sehr, dass bereits heuer das Ausbildungsprogramm starten kann und über 20 Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Gemeinden und Städten angemeldet sind“, fügt die Klagenfurter Stadträtin Corinna Smrecnik, Referentin für Stadtentwicklung, hinzu.
Wissenswert
Die erste Ausbildungsschiene zum kommunalen Fördermanager startete am vergangenen Donnerstag und läuft bis Sommer 2022. Bereits im Frühjahr 2022 ist die zweite Ausbildungsschiene geplant. In der derzeitigen Ausbildung befinden sich Vertreter aus Klagenfurt, Villach, St. Veit, Krumpendorf, Velden, Keutschach, Pörtschach und Moosburg.