Pflege

Pfle­ge­be­ru­fe rücken in Vil­lach in den Mit­tel­punkt

Pflege, Ausbildung und Versorgungssicherheit stehen im Mittelpunkt eines Aktionstages in Villach, der die Zukunft der Gesundheitsberufe stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken soll.

Pfle­ge­be­ru­fe rücken in Vil­lach in den Mit­tel­punkt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Pflege, Arbeitsmarkt und Bildung präsentierten in Villach den „Tag der Pflege- und Gesundheitsberufe 2026“ und warben für mehr Sichtbarkeit und bessere Rahmenbedingungen in der Branche.

© Foto: Didi Wajand

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Die Pfle­ge- und Gesund­heits­ver­sor­gung bleibt eine der größ­ten gesell­schaft­li­chen Bau­stel­len der kom­men­den Jah­re. Mit dem „Tag der Pfle­ge- und Gesund­heits­be­ru­fe 2026“ am 12. Mai im Con­gress Cen­ter Vil­lach soll daher ein deut­li­ches Signal gesetzt wer­den: Die Bran­che braucht mehr Sicht­bar­keit, bes­se­re Rah­men­be­din­gun­gen und geziel­te Unter­stüt­zung.

Ver­sor­gungs­si­cher­heit als gro­ße Auf­ga­be

Bei einer Pres­se­kon­fe­renz am 30. März mach­ten Ver­tre­ter aus Poli­tik, Arbeits­markt, Bil­dung und Pra­xis deut­lich, dass der stei­gen­de Bedarf an Fach­kräf­ten nur mit gemein­sa­men Anstren­gun­gen zu bewäl­ti­gen sein wird. Im Mit­tel­punkt ste­hen dabei Aus­bil­dung, Berufs­ein­stieg und die Fra­ge, wie mehr Men­schen für Pfle­ge- und Gesund­heits­be­ru­fe gewon­nen wer­den kön­nen.

Gesund­heits­lan­des­rä­tin Bea­te Prett­ner ver­wies auf rund 2.000 Per­so­nen, die sich der­zeit in Aus­bil­dung befin­den. Zusätz­lich gebe es seit 2022 ein Pfle­ge­sti­pen­di­um ab dem ers­ten Aus­bil­dungs­tag. Ziel sei es, die Beru­fe lang­fris­tig attrak­ti­ver zu machen und ihre Bedeu­tung stär­ker im öffent­li­chen Bewusst­sein zu ver­an­kern.

Mehr Inter­es­se an Pfle­ge­be­ru­fen

Auch beim AMS Kärn­ten sieht man posi­ti­ve Ent­wick­lun­gen. Geschäfts­füh­rer Peter Wede­nig sprach von einem deut­li­chen Beschäf­ti­gungs­plus: In den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren sei die Beschäf­ti­gung im Pfle­ge­be­reich um 16 Pro­zent gestie­gen. Rund 45 Mil­lio­nen Euro sei­en in die­sen Bereich inves­tiert wor­den.

Aus Sicht der betei­lig­ten Ein­rich­tun­gen braucht es neben finan­zi­el­len Impul­sen vor allem nie­der­schwel­li­ge Zugän­ge, ver­läss­li­che Aus­bil­dungs­we­ge und ein rea­lis­ti­sches Bild des Berufs­all­tags. Ver­tre­ter von AVS, Mavi­da Group, Rotem Kreuz und Kli­ni­kum Vil­lach beton­ten, dass pra­xis­na­he Aus­bil­dung, Wei­ter­bil­dung und ein wert­schät­zen­der Umgang mit Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern ent­schei­dend sei­en.

Fach­vor­trä­ge zu Pra­xis und Belas­tung

Das Sym­po­si­um am 12. Mai rich­tet sich an Beschäf­tig­te in Pfle­ge- und Gesund­heits­be­ru­fen und bie­tet vier Fach­vor­trä­ge. Inhalt­lich geht es um recht­li­che Sicher­heit im Pfle­ge­all­tag, Selbst­für­sor­ge und Resi­li­enz, Alz­hei­mer-Demenz sowie men­ta­le Stär­ke im Beruf. Die Teil­neh­mer­zahl ist begrenzt, zudem wer­den Pfle­ge­fort­bil­dungs­punk­te ver­ge­ben.

Mit der Ver­an­stal­tung rund um den Inter­na­tio­na­len Tag der Pfle­ge wol­len die Orga­ni­sa­to­ren nicht nur infor­mie­ren, son­dern auch ein kla­res Zei­chen set­zen: Ohne star­ke Pfle­ge- und Gesund­heits­be­ru­fe ist die Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung lang­fris­tig nicht abzu­si­chern.

31.03.2026 09:00
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Pfle­ge­be­ru­fe rücken in Vil­lach in den Mit­tel­punkt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Pflege, Arbeitsmarkt und Bildung präsentierten in Villach den „Tag der Pflege- und Gesundheitsberufe 2026“ und warben für mehr Sichtbarkeit und bessere Rahmenbedingungen in der Branche.

© Foto: Didi Wajand