Klagenfurt
Neue Kläranlage soll 2031 starten
Die Klagenfurter Kläranlage soll in den nächsten Jahren umfassend erneuert werden. Rund 85 Millionen Euro sind geplant, 2031 sollen die neuen Anlagenteile in Betrieb gehen.
© StadtKommunikation/Spatzek
85 Millionen Euro geplant
Die Abwasserreinigungsanlage in Klagenfurt soll am bestehenden Standort in der Boltzmannstraße an den aktuellen Stand der Technik angepasst werden. Für die Erneuerung sind rund 85 Millionen Euro vorgesehen.
Die bestehende Anlage ist 1967 gebaut worden und stößt inzwischen sowohl technisch als auch bei den Kapazitäten an ihre Grenzen. Deshalb ist bereits 2020 ein Grundsatzbeschluss für das Projekt „Kläranlage neu“ gefasst worden.
Mehr Leistung für die Zukunft
Die neue Anlage soll für 330.000 Einwohner ausgelegt werden. Bisher liegt die Ausbaugröße bei 300.000 Einwohnern.
Auch die hydraulische Leistungsfähigkeit soll steigen. Beim Regenwetterfall erhöht sich diese von derzeit 1.025 auf 1.850 Liter pro Sekunde. Größer wird auch das Retentionsvolumen für die Mischwasserbehandlung, und zwar von 5.400 auf 27.000 Kubikmeter.
Vergaben laufen bereits
2023 hat die Einreichplanung für die neue Abwasserreinigungsanlage begonnen. Grundlage ist das sogenannte „Biocos“-Verfahren, eine Weiterentwicklung des klassischen Belebtschlammverfahrens.
Anfang März ist das europaweite Vergabeverfahren für einen Generalunternehmer+ eingeleitet worden. Im April soll auch die Ausschreibung für die Projektbegleitung und Kontrolle online gehen. Im Oktober ist die Zuschlagsentscheidung für den Generalunternehmer+ geplant.
Bau bis 2030 geplant
Wenn alles nach Plan läuft, könnte es noch heuer im November zu einem offiziellen Spatenstich kommen. Die Bauphase soll dann bis 2030 während des laufenden Betriebs der Anlage laufen.
Im Jahr 2031 sollen die alten Teile außer Betrieb gehen und die neuen Anlagenteile in Betrieb genommen werden. Danach folgen noch ein Probebetrieb und die wasserrechtliche Endüberprüfung bis 2032.