Klagenfurt-Land
39 Hunde aus verwahrloster Haltung gerettet
In Klagenfurt-Land sind 39 Hunde aus einer verwahrlosten Haltung geholt worden. Die Tiere sind stark verschmutzt und verängstigt gewesen und werden jetzt in mehreren Tierheimen versorgt.
© TiKo
Einsatz in Klagenfurt-Land
Die Tierrettung Kärnten ist am 31. März 2026 zu einem dringenden Einsatz in Klagenfurt-Land gerufen worden. Gemeldet worden ist zunächst die behördliche Abnahme von 13 Australian Shepherd Hunden. Vor Ort hat sich aber schnell gezeigt, dass das tatsächliche Ausmaß deutlich größer gewesen ist.
Schock im Haus
Beim Betreten des Hauses haben die Einsatzkräfte und die Mitarbeiter der Tierrettung schwere Missstände vorgefunden. Der gesamte Innenbereich ist stark mit Kot verschmutzt gewesen, auch die Wände sind durchgehend mit Urin verunreinigt gewesen. Für die Hunde hat das ein Leben in massiv belastenden hygienischen Verhältnissen bedeutet.
Mehr Tiere entdeckt
Während die ersten Hunde bereits in die Einsatzfahrzeuge verladen worden sind, sind auf dem Grundstück weitere Tiere entdeckt worden. In einem großen Außenzwinger im Garten und in einem Holzschuppen hinter dem Haus haben sich noch mehr Hunde befunden. Insgesamt sind am Ende 39 Hunde behördlich abgenommen worden.
Hunde verängstigt
Der Zustand vieler Tiere ist bedenklich gewesen. Mehrere Hunde sind stark verdreckt gewesen, das Fell ist teils mit Kot und Urin verklebt und stark verfilzt gewesen. Nahezu alle Hunde haben deutliche Angstreaktionen gezeigt, einige Tiere haben entzündete Augen und Juckreiz gehabt.
Versorgung angelaufen
Obwohl die Hunde augenscheinlich nicht unterernährt gewesen sind, haben viele großen Durst gehabt. Deshalb hat der Verdacht bestanden, dass die Versorgung mit frischem Wasser nicht ausreichend sichergestellt gewesen ist. Die Tiere werden nun tierärztlich untersucht, medizinisch versorgt und von Parasiten befreit.
Tierheime helfen zusammen
Schnell ist klar geworden, dass ein einzelnes Tierheim diese große Zahl an Hunden nicht allein unterbringen kann. Die Tiere sind deshalb noch am selben Tag auf die Tierheime Villach, Wolfsberg, Garten Eden und das TiKo aufgeteilt worden. Durch diese Zusammenarbeit ist für jedes einzelne Tier eine weitere Versorgung organisiert worden.
Nächste Schritte
In den kommenden Tagen steht vor allem die medizinische Versorgung im Mittelpunkt. Die Hunde werden gewaschen, ihr Fell wird dort, wo es notwendig ist, geschoren und gebürstet. Erst wenn sich die Tiere körperlich erholt haben, kann genauer beurteilt werden, wie es ihnen gesundheitlich geht und wie sich ihr Verhalten entwickelt.
Vermittlung offen
Ob und wann die Hunde vermittelt werden können, ist derzeit noch nicht absehbar. Das muss in enger Abstimmung mit den Behörden geklärt werden. Im Moment steht im Vordergrund, dass die Tiere in Sicherheit sind und zur Ruhe kommen können.