Förderung
Kärnten startet neuen PV-Fördercall: 3.000 Euro für Anlagen mit Speicher
Kärnten startet am Mittwoch einen neuen Fördercall für private Photovoltaik-Anlagen. Wer in PV und Speicher investiert, kann bis zu 3.000 Euro Förderung erhalten.
Mit dem neuen Fördercall unterstützt das Land Kärnten ab 15. April private Photovoltaik-Anlagen mit Speicher mit bis zu 3.000 Euro.© stock.adobe.com/Danny
Mit einem weiteren Fördercall für Photovoltaik-Anlagen will das Land Kärnten den Ausbau der Sonnenenergie auch 2026 kräftig anschieben. Am Mittwoch, dem 15. April, startet um 9 Uhr die nächste Einreichrunde. Grundlage ist die neue PV-Förderrichtlinie für private Anlagen, die bereits im Dezember des Vorjahres in der Regierungssitzung beschlossen wurde. Insgesamt stehen für die Energieförderung 2026 bis zu 40 Millionen Euro bereit. Anträge können bis 30. Juni 2026 gestellt werden.
Fokus liegt auf Eigenversorgung
Neu ist vor allem die stärkere Ausrichtung auf den Eigenverbrauch. Künftig werden nur mehr neu installierte Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von mindestens fünf Kilowatt-Peak gefördert, wenn gleichzeitig auch ein Stromspeicher mit mindestens fünf Kilowattstunden errichtet wird. Nach Angaben des Landes ist diese Kombination so ausgelegt, dass sie den Strombedarf von rund 90 Prozent der Kärntner Haushalte abdecken kann.
Energielandesrat Sebastian Schuschnig betont, dass Kärnten die Bevölkerung weiterhin bei der Nutzung von Sonnenenergie unterstützen wolle. Zugleich seien die Fördersätze in den vergangenen Jahren laufend an das Marktumfeld angepasst worden. Mit der neuen Ausrichtung solle nun noch stärker auf Eigenversorgung und eine nachhaltige Entlastung der Stromnetze gesetzt werden.
Pauschale Fördersätze statt gestaffelter Modelle
Auch bei der Höhe der Förderung gibt es eine klare Neuerung: Das Land stellt auf pauschale Fördersätze um. Für die Errichtung einer privaten PV-Anlage gibt es künftig 3.000 Euro. Dieser Betrag orientiere sich an den in den vergangenen Jahren gesunkenen Marktpreisen für PV-Module. Auch größere Anlagen erhalten denselben Pauschalbetrag.
Wer bereits eine Photovoltaik-Anlage besitzt und lediglich einen Speicher mit mindestens fünf Kilowattstunden nachrüstet, kann mit einer Förderung von 1.000 Euro rechnen. Diese Fördersätze gelten ausschließlich für private Investitionen. Kommunale und betriebliche Photovoltaik-Anlagen sind von dieser Regelung nicht umfasst.
PV-Boom in Kärnten ungebrochen
Dass das Interesse an Photovoltaik im Bundesland weiter hoch ist, zeigen auch die aktuellen Zahlen: Innerhalb der vergangenen rund drei Jahre hat sich die Zahl der installierten Anlagen in Kärnten verdoppelt. Allein im vergangenen Jahr wurden von der zuständigen Abteilung rund 13.000 Förderfälle abgewickelt.
Für Schuschnig ist das ein klares Zeichen für den anhaltenden PV-Boom. Jeder Euro, der in den Ausbau der Photovoltaik fließe, sei eine Investition in die Zukunft Kärntens und stärke zugleich die Unabhängigkeit von teuren Stromimporten aus dem Ausland.
Anträge nur online möglich
Die Antragstellung für die PV-Förderung ist ausschließlich online möglich. Eingereicht werden kann über die Website des Landes Kärnten unter ktn.gv.at.