Klagenfurt

Decke löst sich in Kla­gen­fur­ter Schu­le: Gan­zes Stock­werk gesperrt

Am heutigen Tag musste in der Mittelschule St. Peter das komplette dritte Obergeschoss vorsorglich gesperrt werden. Die Stadt, zuständig für die Gebäudeerhaltung, zog damit die Notbremse.

Decke löst sich in Kla­gen­fur­ter Schu­le: Gan­zes Stock­werk gesperrt Die MS St. Peter soll schrittweise saniert und zum Bildungscampus weiterentwickelt werden.

© Foto: KK

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Schock an der Mit­tel­schu­le St. Peter in Kla­gen­furt: Nach­dem sich in einem Abstell­raum ein Decken­ele­ment gelöst hat­te, wur­de gleich das gesam­te drit­te Ober­ge­schoss gesperrt. Ver­letzt wur­de nie­mand. Doch der Vor­fall zeigt scho­nungs­los, wie ernst die Lage in einem Schul­ge­bäu­de aus dem Jahr 1967 offen­bar ist.

Plötz­lich war ein gan­zes Stock­werk dicht

Am heu­ti­gen Tag muss­te in der Mit­tel­schu­le St. Peter das kom­plet­te drit­te Ober­ge­schoss vor­sorg­lich gesperrt wer­den. Die Stadt, zustän­dig für die Gebäu­de­er­hal­tung, zog damit die Not­brem­se. Betrof­fen sind vor allem Son­der­un­ter­richts­räu­me, dar­un­ter Musik- und EDV-Säle.

Aus­lö­ser war ein gelös­tes Decken­pa­nel in einem Abstell­raum. Dass dabei nie­mand ver­letzt wur­de, ist die gute Nach­richt. Die beun­ru­hi­gen­de ist aber: Es hät­te auch ganz anders aus­ge­hen kön­nen.

Glück gehabt – mehr kann man dazu kaum sagen

Denn was wäre pas­siert, wenn sich ein Decken­teil nicht in einem Abstell­raum, son­dern wäh­rend des Unter­richts in einem Klas­sen­raum gelöst hät­te? Genau die­se Fra­ge drängt sich jetzt auf.

Die Sper­re bleibt jeden­falls so lan­ge auf­recht, bis die Ursa­che geklärt ist. Ein Zusam­men­hang mit dem gest­ri­gen Unwet­ter wird nicht aus­ge­schlos­sen. Noch ist also offen, ob Wet­ter, Bau­män­gel oder der schlech­te All­ge­mein­zu­stand des Gebäu­des hin­ter dem Vor­fall ste­cken.

Alar­mie­rend ist nicht nur der Vor­fall selbst

Stadt­rat Juli­an Gei­er spricht von einem „alar­mie­ren­den“ Zwi­schen­fall. Recht hat er. Denn wirk­lich alar­mie­rend ist nicht nur das gelös­te Decken­ele­ment, son­dern auch der Umstand, dass offen­bar erst jetzt ein unab­hän­gi­ger Zivil­tech­ni­ker beauf­tragt wur­de, um alle Räu­me im betrof­fe­nen Gebäu­de zu prü­fen. Wenn erst nach einem sol­chen Vor­fall umfas­send kon­trol­liert wird, stellt sich zwangs­läu­fig die Fra­ge: Wie eng­ma­schig wur­de der Zustand der Schu­le bis­her über­haupt über­prüft?

Schu­le von 1967 – Sanie­rung seit Jah­ren The­ma

Beson­ders bri­sant: Das Gebäu­de stammt aus dem Jahr 1967. Die Sanie­rungs­plä­ne lie­gen bereits auf dem Tisch, die geschätz­ten Kos­ten belau­fen sich auf rund 27,5 Mil­lio­nen Euro. Am Stand­ort wer­den rund 750 Schü­le­rin­nen und Schü­ler unter­rich­tet. Umso schwe­rer wiegt die Fra­ge, wie lan­ge man bei einer Schu­le die­ser Grö­ßen­ord­nung noch zuschau­en will, bis aus einem glimpf­li­chen Vor­fall viel­leicht ein­mal mehr wird.

Ein Warn­si­gnal, das man nicht klein­re­den darf

Noch ist nie­mand ver­letzt wor­den. Noch ist „nur“ ein Stock­werk gesperrt. Noch wird geprüft. Aber der heu­ti­ge Zwi­schen­fall ist ein deut­li­ches Warn­si­gnal. Denn wenn sich in einem Schul­ge­bäu­de Decken­tei­le lösen, dann geht es nicht um eine Klei­nig­keit im lau­fen­den Betrieb. Dann geht es um Sicher­heit. Und die darf weder vom Zufall noch vom nächs­ten Gut­ach­ten abhän­gen.

20.04.2026 17:30
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Decke löst sich in Kla­gen­fur­ter Schu­le: Gan­zes Stock­werk gesperrt Die MS St. Peter soll schrittweise saniert und zum Bildungscampus weiterentwickelt werden.

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