Klagenfurt
LASK Linz gewinnt ÖFB-Cup-Finale
Der LASK gewinnt das Cup-Finale gegen Altach und sicherte sich mit einem 4:2-Erfolg nach Verlängerung den ersten Titel seit 61 Jahren. Für Trainer Dietmar Kühbauer war es der zweite Cuptitel in Folge, nachdem er im Vorjahr mit dem WAC gefeiert hatte.
Es ist die erste Trophäe für die Athletiker seit dem Double-Gewinn 1965. Die US-Amerikaner George Bello (101.) und Samuel Adeniran (103.) erzielten vor 22.000 Zuschauern im Wörthersee Stadion in der Verlängerung die entscheidenden Treffer. Die erstmals im Cupfinale stehenden Altacher waren davor durch Patrick Greil (5.) und Vesel Demaku (30.) zweimal in Führung gegangen. Moses Usor (11.) und Adeniran (66.) trafen jeweils zum Ausgleich.
Schwarz-Weiß dominiert
Schwarz-Weiß hatte schon seit Vormittag das Bild in Klagenfurts Innenstadt dominiert. Rund 5.000 Fans waren aus dem „Ländle“ angereist, zumindest dreimal so viele hatten sich aus Oberösterreich aufgemacht. Die Altacher hatten auf dem Weg ins Endspiel Sturm Graz (Viertelfinale) und Salzburg (Halbfinale) eliminiert und wollten die Trophäe als erster Club aus Vorarlberg heimbringen. Beim LASK vertraute Kühbauer auf seine Parade-Elf. Ognjen Zaric setzte auf Srdjan Hrstic im Sturmzentrum, Greil war nach einer Wadenblessur wieder dabei und sollte die Offensive ankurbeln. Die Rollen waren vergeben: Der LASK war als Erster der Meistergruppe gegen den Zweiten der Qualifikationsgruppe klarer Favorit.
Altach legt zweimal vor
Die Partie nahm rasch Fahrt auf, 100 Sekunden dauerte es bis zum ersten Torschuss: Kasper Jörgensen testete die Reflexe von Altach-Schlussmann Dejan Stojanovic. Früh traf aber der Außenseiter. Nach einem Einwurf ging Kapitän Lukas Jäger mit zwei Linzern ins Kopfballduell, den wegspringenden Ball verwertete Greil halbvolley durch die Beine von Lukas Jungwirth. Die Antwort der Linzer folgte kurz darauf. Eine Horvath-Hereingabe ließ Sasa Kalajdzic mit Übersicht passieren, Usor traf zum Ausgleich. Altach hatte danach zu kämpfen. Das vermeintliche 2:1 durch Adeniran wurde vom VAR aberkannt, da Modou Cisse aus dem Abseits kommend die Kopfballvorlage geliefert hatte. Der nächste Treffer fiel wieder auf der anderen Seite: Greil legte für Demaku auf, der völlig frei aus zentraler Position vor dem Strafraum genau ins Eck traf. Die effizienten Altacher verteidigten die Führung in die Kabine und hätten kurz vor dem Pausenpfiff beinahe nachgelegt: Jungwirth musste sich bei Greils Flachschuss gehörig lang machen.
Adeniran per Volley ins Glück
Der LASK musste und wollte reagieren. Kalajdzic profitierte fast von einer zu kurzen Abwehr von Stojanovic, brachte den Ball aber nicht am Altach-Keeper vorbei (49.). Während ihr Team Räume dicht machte, zündeten die Altacher Fans nach einer Stunde schon ein Feuerwerk. Ein Kracher auf dem Rasen gelang dem Gegner. Kalajdzic leitete einen Abstoß in den Lauf von Adeniran weiter, der US-Stürmer verwertete per Volley zum 2:2 ins Kreuzeck. Nach 80 Minuten stellten sich Verschleißerscheinungen ein. Beim LASK musste Usor mit Muskelbeschwerden vom Platz, bei Altach war für Yann Massombo Schluss. Die Linzer waren im Finish der regulären Spielzeit dem Siegestor nahe. Adeniran schoss aus guter Position vorbei, dann brandete nach einem Kopfballtor des Amerikaners in der 94. Minute Jubel auf. Das Tor zählte aufgrund einer Abseitsstellung aber nicht. In der Verlängerung schaffte die Kühbauer-Elf eine Vorentscheidung: Bello traf nach einer Jörgensen-Flanke per Volley-Aufsitzer, dann setzte Kalajdzic seinen Sturmpartner ein, der vor Stojanovic die Nerven behielt.



