St. Paul
Mostbarkeiten 2026: Kraft des Lavanttals
Der Zogglhof, erstmals 1650 erwähnt, wurde ab 1997 unter der Federführung von Hans Köstinger und dem Verein „Mostland St. Paul“ zum Kompetenzzentrum ausgebaut.
© LPD/Erich Varh
Die nunmehr 32. Mostbarkeiten haben Landeshauptmann Daniel Fellner und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber am Zogglhof in St. Paul eröffnet. An zwei Tagen werden nicht nur die Qualitätsprodukte von Ausstellern aus der Region und dem Alpe Adria Raum zu verkosten und zu kaufen sein. An zwei Tagen werde auch sichtbar, welche Auswirkungen ein konsequenter Weg, die Heimatverbundenheit und das Wissen um Obstbau, Veredelung und Vermarktung für ein ganzes Tal und auch für den Standort Kärnten bedeuten.
“Echte Leidenschaft”
Die jährlich im Mai am Zogglhof in St. Paul stattfindende Mostbarkeiten-Messe ist die internationale Fachmesse für bäuerliche Obstverarbeiter, mit einem umfangreichen Ausstellungs- und Rahmenprogramm und mit kulinarischen Spezialitäten aus den Genussregionen sowie aus dem Alpen-Adria-Raum. „Die Mostbarkeiten sind Herz unserer Regionalität und ein Schaufenster für das Beste. Diese regionale Initiative zeigt, wie durch echte Leidenschaft etwas Großartiges entstehen kann. Sie zeigt aber auch die Leistung unserer Bauern, die erstklassige Lebensmittel hervorbringen, die den Menschen in Kärnten und darüber hinaus zugutekommen“, hielt der Landeshauptmann fest. Er betonte, dass die Region durch die Mostbarkeiten sichtlich aufgeblüht sei. Über Jahrzehnte hinweg haben die Mostbarkeiten-Organisatoren mit Weitblick bewiesen, dass man mit einem klaren Ziel vor Augen viel erreichen kann. Ohne diesen Pioniergeist wäre die Marke ‚Mostbarkeiten‘ heute nicht ein Leuchtturm in unserer kulinarischen Landschaft.
Internationale Erfolgsgeschichte
Der Zogglhof, erstmals 1650 erwähnt, wurde ab 1997 unter der Federführung von Hans Köstinger und dem Verein „Mostland St. Paul“ zum Kompetenzzentrum ausgebaut. Mit dem damaligen Administrator des Stiftes, Nikolaus Zacherl, wurde es möglich, dass der Verein den lange ungenutzten Zogglhof anmieten konnte. Die Visionäre rund um Köstinger verwandelten den Gutshof in eine moderne Drehscheibe für Obstveredelung. Gemeinsam mit Kräften aus der regionalen Bauernschaft wurde die Basis für eine Erfolgsgeschichte geschaffen. Produkte der bäuerlichen Obstverarbeitung werden nicht nur allen österreichischen Bundesländern, sondern auch aus der Schweiz, Deutschland, Italien und Slowenien zur fachlichen Bewertung und Laboranalyse an den Zogglhof gesendet. Sogar Exoten aus Griechenland, den USA, Südafrika, der Ukraine oder den Cayman Inseln finden den Weg nach St. Paul.


