Spittal
Neue Stege schützen Moor am Egelsee
Am Egelsee in Spittal sind neue Steganlagen zur Besucherlenkung umgesetzt worden. Sie sollen den Zugang zum See ordnen, Trittschäden im Moor vermeiden und wertvolle Moorpflanzen schützen.
© eggspress
Zugang geordnet
Am Egelsee in der Stadtgemeinde Spittal ist die Infrastruktur zur Besucherlenkung neu angepasst worden. Die neuen Steganlagen sollen einen geordneten Zugang zum See schaffen und das Moor besser schützen.
Naturjuwel im Wald
Der Egelsee liegt am Höhenrücken des Hochgosch und gilt als besonderes Naturjuwel. Obwohl der Moorsee versteckt im Wald liegt, wird er regelmäßig von vielen Besucherinnen und Besuchern aufgesucht.
Moor besser geschützt
Durch die neuen Stege sollen Trittschäden im Moor vermieden werden. Geschützt werden damit unter anderem wertvolle Moorpflanzen wie Torfmoose und Sonnentau. Besucherinnen und Besucher sollen den See weiterhin erleben können, ohne die sensiblen Flächen zu beschädigen.
Neuer Rastplatz
Die neue Steganlage bietet auch einen Rastplatz am See. Dort gibt es Sitzmöglichkeiten und Informationen zum Moor sowie zu seinem hohen Wert für den Naturschutz.
Weniger Fläche belastet
Die Zuwegung ist erhöht auf Piloten geführt worden. Dadurch ist die Bodenbeanspruchung im Moor stark reduziert worden. Frühere Trampelpfade sind rückgebaut und bepflanzt worden. So sind rund 80 Prozent der zuvor beanspruchten Moorfläche wieder der Natur zurückgegeben worden.
Kosten und Umsetzung
Das Projekt hat 373.900 Euro gekostet und ist aus EU-Mitteln der ländlichen Entwicklung finanziert worden. Unterstützt worden ist es vom Land Kärnten. Die Umsetzung ist mit der Firma Holzbau Moser erfolgt, fachlich begleitet vom E.C.O. Institut für Ökologie und der Urban & Glatz Ziviltechnikergesellschaft.
Bitte am Steg bleiben
An die Besucherinnen und Besucher richtet sich der Appell, das Moor durch ihr Verhalten zu schützen und am Steg zu bleiben. So soll der Egelsee langfristig als Naturjuwel erhalten bleiben.