Klagenfurt
Neues Kapitel im Elisabethinen-Krankenhaus
Der Neubau am Elisabethinen-Krankenhaus ist fertiggestellt. Mit dem neuen Haupteingang und der Postnarkose sowie weiteren Räumlichkeiten wurde ein zentraler Bereich des Hauses neu organisiert. Das Projekt hat ein Volumen von 5,9 Millionen Euro.
© EKH/manygoodfoto
Derzeit werden noch die letzten Feinschliffe umgesetzt: Vor allem im Außenbereich entstehen neue, großzügige Grünflächen, die den Eingangsbereich aufwerten und den Anspruch ein Haus zu sein, dass sich in Richtung „Green Hospital“ entwickelt. Nicht zuletzt passt das zu einem Haus, das auch für seine grünen Maßnahmen mehrfach ausgezeichnet wurde.
Ankommen, das Orientierung gibt
Es ist ein Ankommen, das kurz innehalten lässt: viel Licht, klare Wege – dazu ein freundliches „Grüß Gott“, das den neuen Eingangsbereich prägt. Eine historische Ansicht des Hauses im Windfang des Haupteingangs setzt einen ruhigen, fast unerwarteten Akzent und verbindet die Geschichte des Hauses mit der Gegenwart. Mit der Eröffnung des Neubaus – bestehend aus neuem Haupteingang, moderner Postnarkose-Einheit im 1. Obergeschoss sowie neuen Mitarbeiter:innen-Umkleiden und Sanitärbereichen im 1. Untergeschoss – wurde das Elisabethinen-Krankenhaus Klagenfurt offiziell erweitert. Im Beisein von Landesrätin Beate Prettner, den Geschäftsführern des Kärntner Gesundheitsfonds, Karl Cernic und Gernot Melischnigg, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Elisabethinen-Krankenhauses, Paulus Kohler und Architekt Christian Halm wurde der neue Bereich feierlich vorgestellt.
Weniger Orientierungssuche
Wer heute das Krankenhaus betritt, findet sich schnell zurecht. Der Eingang ist klar erkennbar, die Wege erschließen sich ohne Umwege. Ein kurzer Moment des Suchens, wie ihn viele noch von früher kennen, bleibt aus. Für Patienten bedeutet das vor allem eines: weniger Orientierungssuche in einer ohnehin belastenden Situation. Der Entwurf der Architektur Consult ZT GmbH ging aus einem Architektenwettbewerb hervor, der bewusst die besondere Bedeutung dieses Bereichs als Schnittstelle zwischen Krankenhaus, Stadt und Öffentlichkeit in den Mittelpunkt stellte. Der Neubau wurde parallel zur Völkermarkter Straße errichtet und so positioniert, dass ein eindeutig erkennbarer Haupteingang entsteht. Gleichzeitig werden die Wege von Fußgänger und Fahrzeugen klar getrennt geführt. „Der erste Eindruck spielt eine große Rolle“, sagt Geschäftsführer Michael Steiner. „Gerade in einem Krankenhaus kommen viele Menschen mit Unsicherheit. Da hilft es, wenn das Ankommen einfach ist.“
Mehr Raum und bessere Abläufe
Mit dem zweigeschossigen Neubau wurden rund 650 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche geschaffen. Neben dem neuen Eingangs- und Wartebereich umfasst das Projekt Funktionsräume sowie eine moderne Postnarkose-Aufwachstation. Durch den Neubau wurde auch die Anbindung an den OP-Bereich wesentlich verbessert. Die Postnarkose ist nun direkt erreichbar, Wege wurden verkürzt und Abläufe in der postoperativen Betreuung optimiert. Hintergrund des Ausbaus ist die steigende Zahl an Patienten und operativen Eingriffen in den vergangenen Jahren.
Neue Postnarkose stärkt die Betreuung
Ein zentraler Bestandteil des Neubaus ist die neue Postnarkose-Einheit im ersten Obergeschoss direkt über dem Haupteingang. Als Bindeglied zwischen OP, Tagesklinik und Station sorgt sie durch ihre direkte Anbindung an Anästhesie und Intensivstation für kurze Wege. Insgesamt stehen sechs modern ausgestattete Überwachungsplätze für die postoperative Betreuung zur Verfügung. Der Bereich ist gezielt auf die Bedürfnisse von Patienten nach operativen Eingriffen ausgerichtet: Tageslicht, eine ruhige Atmosphäre und ein abgestimmtes Farbkonzept unterstützen die Erholung. Klare Abläufe und eine funktionale Zonierung gewährleisten optimale Arbeitsbedingungen sowie höchste Standards in Hygiene, Sicherheit und Medizintechnik. „Die Phase unmittelbar nach einer Operation ist besonders sensibel. Mit der neuen Postnarkose-Einheit können wir unsere Patienten noch gezielter überwachen und betreuen. Die kurzen Wege und die direkte Anbindung an den OP-Bereich verbessern vor allem die Sicherheit und Qualität der Versorgung“, erklärt Michael Zink.

