Jugendschutz
Reformprozess für Kärntens Kinderschutz.
Pariser Studentinnen erarbeiten im Rahmen eines ERASMUS+-Projekts Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Kärntner Kinder- und Jugendhilfe.
© Foto: Büro Reichmann
Kärnten setzt im Reformprozess des Kinder- und Jugendschutzes verstärkt auf internationale Zusammenarbeit. Drei Studentinnen aus Paris – Emilia Miller-Aichholz, Emma Manso und Edwige Restout – forschen im Rahmen eines ERASMUS+-Projekts mehrere Wochen lang in Kärnten zur Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe. Am Montag wurden sie offiziell von Kinder- und Jugendschutzreferent LR Peter Reichmann im Amt der Kärntner Landesregierung empfangen.
Neue Perspektiven für die Kinder- und Jugendhilfe
Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Kooperation steht die Frage, wie Deinstitutionalisierung in der Kärntner Kinder- und Jugendhilfe gelingen kann. Gemeinsam mit Expertinnen und Experten vor Ort untersuchen die Studentinnen, wie Prävention, Familienunterstützung und gemeindenahe Angebote gestärkt werden können. Ziel ist es, Kindern möglichst sichere Entwicklungsbedingungen im familiären Umfeld zu ermöglichen.
Betreut wird das Projekt von Ignacio Socas, einem international anerkannten spanischen Experten für Familienpolitik, Demografie und Erziehung. Zudem werden erfolgreiche europäische Modelle analysiert und auf ihre mögliche Anwendbarkeit in Kärnten geprüft.
Reichmann: „Absoluter Gewinn für Kärnten“
LR Peter Reichmann sieht in der Kooperation einen wichtigen Impuls für den laufenden Reformprozess. Der internationale Austausch bringe neue Perspektiven, wissenschaftliche Expertise und wertvolle Vergleichserfahrungen aus anderen Regionen Europas nach Kärnten.
Die Ergebnisse der Studie sollen konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis liefern. Damit soll ein weiterer Baustein für einen evidenzbasierten Reformfahrplan entstehen, der langfristig die Betreuungsqualität verbessert, Familien stärkt und ein modernes, kinderrechtskonformes Unterstützungssystem unterstützt.
Die Zusammenarbeit zeigt laut Reichmann auch die starke europäische Vernetzung Kärntens. Besonders im Bereich des Kinder- und Jugendschutzes werde deutlich, wie wichtig grenzüberschreitender Austausch und gemeinsame Lösungsansätze geworden sind.

