Kärnten

Euro­figh­ter trai­nie­ren Über­schall­flü­ge

Von 8. bis 19. Juni 2026 absolvieren die österreichischen Luftstreitkräfte ihr erstes Überschalltraining des Jahres. Auch über Kärnten können Überschallknalle wahrnehmbar sein.

Euro­figh­ter trai­nie­ren Über­schall­flü­ge Ein Eurofighter des Bundesheeres: Von 8. bis 19. Juni 2026 trainieren Österreichs Piloten Abfangmanöver im Überschallbereich.

© Foto: Österreichisches Bundesheer

"KLICK Kärnten" auf Google als bevorzugte Nachrichtenquelle festlegen
Anzeige

Von Mon­tag, 8. Juni, bis Frei­tag, 19. Juni 2026, trai­nie­ren die Euro­figh­ter-Pilo­ten des Bun­des­hee­res wie­der Abfang­ma­nö­ver im Über­schall­be­reich. Geplant sind pro Tag jeweils zwei Über­schall­flü­ge zwi­schen 8 und 16 Uhr. Geflo­gen wird nahe­zu im gesam­ten Bun­des­ge­biet — aus­ge­nom­men sind Bal­lungs­räu­me sowie die Bun­des­län­der Tirol und Vor­arl­berg.

Trai­ning für den Ernst­fall

Das Bun­des­heer betont, dass Über­schall­flü­ge ein wesent­li­cher Bestand­teil der Aus­bil­dung der Euro­figh­ter-Pilo­ten sind. Dabei wer­den Situa­tio­nen trai­niert, die für die Über­wa­chung und Siche­rung des öster­rei­chi­schen Luft­raums not­wen­dig sind.

Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Klau­dia Tan­ner erklärt dazu: „Das Flie­gen mit Über­schall ist ein unver­zicht­ba­rer Teil des Trai­nings und der Aus­bil­dung unse­rer Pilo­ten. Sie schaf­fen die Vor­aus­set­zung dafür, dass das Bun­des­heer die Sicher­heit und Über­wa­chung des öster­rei­chi­schen Luft­raums jeder­zeit gewähr­leis­ten kann.“

Koor­di­na­ti­on unter rea­len Bedin­gun­gen

Beim Über­schall­trai­ning geht es nicht nur um das Flie­gen selbst. Auch die enge Abstim­mung zwi­schen Mili­tär­pi­lo­ten, Radar­leit­of­fi­zie­ren sowie der mili­tä­ri­schen und zivi­len Flug­si­che­rung wird geübt. Die­se Abläu­fe müs­sen im Ernst­fall in kür­zes­ter Zeit funk­tio­nie­ren.

Die Pilo­ten trai­nie­ren dabei unter rea­len kör­per­li­chen Belas­tun­gen, die in einem Simu­la­tor nicht voll­stän­dig nach­ge­stellt wer­den kön­nen. Sicher­heit und Flug­be­trieb hät­ten laut Bun­des­heer auch bei die­sen Trai­nings­flü­gen höchs­te Prio­ri­tät.

Über­schall­knall kann hör­bar sein

Über­schall­ge­schwin­dig­keit beginnt bei rund 1.200 km/h. Nähert sich ein Euro­figh­ter die­ser Geschwin­dig­keit, ent­ste­hen Stoß­wel­len am Flug­zeug. Die­se kön­nen am Boden als soge­nann­ter Über­schall­knall wahr­ge­nom­men wer­den.

Wie laut die­ser Knall aus­fällt, hängt unter ande­rem von der Flug­hö­he, der Gelän­de­form und der aktu­el­len Wet­ter­la­ge ab.

Bun­des­heer setzt auf Lärm­min­de­rung

Um die Schall­aus­brei­tung am Boden mög­lichst gering zu hal­ten, setzt das Bun­des­heer meh­re­re Maß­nah­men. Die Beschleu­ni­gungs­pha­sen der Euro­figh­ter sol­len so kurz wie mög­lich gehal­ten wer­den. Außer­dem wird die Schall­ver­tei­lung lau­fend doku­men­tiert, damit die­sel­ben Gebie­te mög­lichst nicht mehr­fach belas­tet wer­den.

Bal­lungs­räu­me rund um die Lan­des­haupt­städ­te sowie die Bun­des­haupt­stadt Wien wer­den bei Über­schall­flü­gen aus­ge­spart. Flü­ge im Unter­schall­be­reich kön­nen über die­sen Gebie­ten jedoch jeder­zeit statt­fin­den.

Flü­ge in gro­ßer Höhe

Die Über­schall­flü­ge wer­den in einer Höhe von mehr als 12.500 Metern durch­ge­führt. Dadurch soll ein mög­li­cher Über­schall­knall am Boden abge­schwächt wer­den.

An Wochen­en­den und Fei­er­ta­gen fin­den zwi­schen 12 und 13 Uhr kei­ne Trai­nings­flü­ge mit Über­schall­ge­schwin­dig­keit statt. Die kon­kre­ten Flug­ge­bie­te wer­den in Zusam­men­ar­beit mit der zivi­len Flug­si­che­rung fest­ge­legt.

Auch Kärn­ten im mög­li­chen Trai­nings­ge­biet

Da die Flü­ge bei­na­he über dem gesam­ten Bun­des­ge­biet statt­fin­den, kann das Trai­ning auch in Kärn­ten wahr­nehm­bar sein. Das Bun­des­heer weist dar­auf hin, dass die Übun­gen für eine funk­tio­nie­ren­de Luft­raum­über­wa­chung not­wen­dig sind und unter stren­gen Sicher­heits­vor­ga­ben durch­ge­führt wer­den.

03.06.2026 15:45
Anzeige
Euro­figh­ter trai­nie­ren Über­schall­flü­ge Ein Eurofighter des Bundesheeres: Von 8. bis 19. Juni 2026 trainieren Österreichs Piloten Abfangmanöver im Überschallbereich.

© Foto: Österreichisches Bundesheer