Kelag

„Arnold­stein ist jetzt die Bat­te­rie­spei­cher-Haupt­stadt Kärn­tens“

Kelag nimmt in Arnoldstein den ersten Batteriespeicher in Betrieb und koppelt ihn mit dem Laufwasserkraftwerk Schütt – ein Pilotprojekt für mehr Netzstabilität und Versorgungssicherheit.

„Arnold­stein ist jetzt die Bat­te­rie­spei­cher-Haupt­stadt Kärn­tens“

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Die Kelag hat in Arnold­stein ihren ers­ten Bat­te­rie­spei­cher in Betrieb genom­men. Gekop­pelt ist die Anla­ge mit dem Lauf­was­ser­kraft­werk Schütt an der Gail. Damit soll erneu­er­ba­re Ener­gie künf­tig fle­xi­bler genutzt und das Strom­netz sta­bi­li­siert wer­den.

Was­ser­kraft trifft Bat­te­rie­spei­cher

ARNOLDSTEIN. Die Kelag kom­bi­niert erst­mals einen Bat­te­rie­spei­cher mit einem Lauf­was­ser­kraft­werk. Der neue Spei­cher ist direkt mit dem Kraft­werk Schütt ver­bun­den, dem größ­ten Lauf­kraft­werk des Unter­neh­mens. Wäh­rend die Was­ser­kraft kon­ti­nu­ier­lich und plan­bar Strom lie­fert, kann der Bat­te­rie­spei­cher bei Bedarfs­spit­zen rasch zusätz­li­che Ener­gie bereit­stel­len.

Bei nied­ri­ger Strom­nach­fra­ge oder hoher Erzeu­gung wird der Spei­cher wie­der über das Was­ser­kraft­werk gela­den. Dadurch ent­steht ein hybri­des Ener­gie­sys­tem, das die Ein­spei­sung bes­ser steu­ern und die vor­han­de­nen Was­ser­men­gen effi­zi­en­ter nut­zen kann.

Die Anla­ge ver­fügt über eine Leis­tung von zwei Mega­watt und eine Spei­cher­ka­pa­zi­tät von rund vier Mega­watt­stun­den. Das Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men beträgt laut Kelag rund drei Mil­lio­nen Euro. Umge­setzt wur­de das Pilot­pro­jekt gemein­sam mit neo­om und Andritz Hydro.

Mehr Sta­bi­li­tät für das Strom­netz

Kelag-Vor­stand Rein­hard Drax­ler sieht in der Anla­ge einen wich­ti­gen Schritt für mehr Ver­sor­gungs­si­cher­heit. Der Spei­cher soll Schwan­kun­gen in der Strom­erzeu­gung aus­glei­chen und das Kraft­werk bedarfs­ge­rech­ter ein­setz­bar machen.

Auch Lan­des­rat Sebas­ti­an Schu­sch­nig betont die Bedeu­tung moder­ner Spei­cher­lö­sun­gen. Mit dem Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gie wach­se auch der Bedarf an fle­xi­blen Sys­te­men, die Strom­net­ze ent­las­ten und sta­bi­li­sie­ren kön­nen.

Arnold­stein ent­wi­ckelt sich damit wei­ter zu einem Schwer­punkt­stand­ort für nach­hal­ti­ge Ener­gie­pro­jek­te. Bereits umge­setzt wur­den unter ande­rem Pro­jek­te zur Nut­zung von Ener­gie aus der Rest­müll­ver­wer­tung, eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge sowie die Pro­duk­ti­on von Was­ser­stoff für den öffent­li­chen Nah­ver­kehr. Bür­ger­meis­ter Rein­hard Anto­lit­sch sieht dar­in ein star­kes Signal für die Markt­ge­mein­de: Arnold­stein ist jetzt die Bat­te­rie­spei­cher-Haupt­stadt Kärn­tens.

26.06.2026 13:00
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