Alpinunfall
Schwerer Alpinunfall in der Kreuzeckgruppe
80-jähriger Bergsteiger stürzte nach der Besteigung des Hochkreuzes rund 80 Meter über felsiges Gelände ab und wurde in kritischem Zustand ins BKH Lienz geflogen.
© Daniel Kattnig
Ein 80-jähriger deutscher Bergsteiger stürzte am Donnerstag in der Kreuzeckgruppe rund 80 Meter über eine steile Rinne ab. Er wurde schwer verletzt mit dem Notarzthubschrauber geborgen und in kritischem Zustand ins BKH Lienz geflogen.
Sturz nach Gipfelbesteigung
Am 2. Juli 2026 unternahmen zwei Bergkameraden im Alter von 80 und 81 Jahren, beide deutsche Staatsbürger, eine mehrtägige Hüttentour im Hochgebirge der Kreuzeckgruppe. Die beiden wanderten von der Salzkofehütte in Richtung Hugo-Gerbers-Schutzhaus.
Nach einer mehrstündigen Tour erreichten sie den Gipfel des Hochkreuzes auf 2.709 Metern Seehöhe. Beim anschließenden Abstieg über einen schmalen und ausgesetzten Grat kam es zum Unfall. Auf rund 2.559 Metern dürfte der 80-Jährige gestolpert sein. Er stürzte sich mehrfach überschlagend etwa 80 Meter über eine steile, felsdurchsetzte Rinne ab.
Begleiter leistete Erste Hilfe
Sein 81-jähriger Begleiter stieg sofort zum Schwerverletzten ab, alarmierte die Rettungskräfte und leistete Erste Hilfe. Aufgrund der schweren Verletzungen und des instabilen Gesundheitszustandes wurde der Verunglückte vom Notarzthubschrauber „C7“ mittels Crash-Bergung aus dem unwegsamen Gelände geborgen.
Nach dem Transport zu einem Zwischenlandeplatz erfolgte die notärztliche Erstversorgung. Anschließend wurde der 80-Jährige in kritischem Zustand in das BKH Lienz überstellt.
Auch der 81-jährige Begleiter geriet nach dem mühsamen Abstieg und der Erstversorgung seines Bergkameraden an seine körperlichen Grenzen. Ein Alpinpolizist stieg zu ihm auf und begleitete ihn in sicheres Gelände. Der Mann blieb unverletzt.