Klagenfurt
35 Millionen Euro für sichere Seekanalisation
35 Millionen Euro werden in neue Leitungen und Kanäle investiert, um die Abwasserentsorgung rund um den Wörthersee langfristig zu sichern.
© Foto: StadtKommunikation/Spatzek
Die Seedruckleitungen am Grund des Wörthersees sind rund 50 Jahre alt. Nun startet der Wasserverband Wörthersee-Ost mit einem Großprojekt zur Sicherung der Abwasserverbringung.
Großprojekt bis 2030
Der Wasserverband Wörthersee-Ost investiert mit seinen zwölf Mitgliedsgemeinden rund 35 Millionen Euro in die Aufwertung der Seekanalisation. Bis 2030 werden drei zentrale Bauprojekte umgesetzt: Der Austausch von 25 Kilometern Seedruckleitungen, ein neuer 7,5 Kilometer langer Haupttransport- und Sammelkanal zur Kläranlage sowie eine neue Ableitung für das Keutschacher Seental über 2,5 Kilometer. Bürgermeister Christian Scheider, Obmann des Wasserverbandes Wörthersee-Ost, präsentierte die Details gemeinsam mit Geschäftsführer Ingolf Herold und Projektleiter Daniel Seebacher am Lendspitz.
Schutz für den Wörthersee
Die bestehenden Leitungen stammen aus den 1970er Jahren und gelten als Meilenstein im Umweltschutz. Sie verhinderten damals, dass der Wörthersee durch Abwässer belastet wurde. „Damit das so bleibt, investieren wir in den nächsten Jahren 35 Millionen Euro in neue Leitungen und Kanäle“, betont Scheider. Die neuen Leitungen werden an Land vorbereitet, auf dem See verschweißt und anschließend kontrolliert am Seegrund abgesenkt. Nach erfolgreichem Probebetrieb werden die alten Rohre geborgen und fachgerecht entsorgt.
Entlastung für Klagenfurt
Zusätzlich wird ein neuer Sammelkanal von Maiernigg bis zur Kläranlage errichtet. Dieser soll bestehende Verbandskanäle in Viktring, Waidmannsdorf und St. Ruprecht entlasten. Laut WWO können dadurch auch mehrere Pumpwerke eingespart werden. Die Ausschreibungen laufen bis Anfang 2027. Erste Bauarbeiten sind in der tourismusfreien Zeit von Oktober bis April 2027 geplant. 2030 sollen die ersten Bauabschnitte fertiggestellt und in Betrieb sein.
