Sucht-Prävention
Kärnten verstärkt den Kampf gegen Sucht
Kärnten baut Suchtprävention, Beratung und Behandlung weiter aus und setzt mit neuen Angeboten auf frühe Hilfe, sichere Feste und weniger Risiko.
Kärnten baut Prävention, Beratung und Behandlung im Suchtbereich weiter aus. Nach der Sitzung des Kärntner Suchtbeirates informierte Gesundheitslandesrätin Beate Prettner gemeinsam mit Expertinnen über aktuelle Entwicklungen und neue Maßnahmen.
Prävention beginnt früh
Der Kärntner Suchtbeirat berät das Land fachlich bei Strategien gegen Sucht. Laut Prettner ist Sucht eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Entscheidend seien Vernetzung, fachlicher Austausch und wirksame Prävention.
Kärnten nimmt bundesweit eine Vorreiterrolle im Bereich „Harm Reduction“ ein. Dabei werden Betroffene begleitet, ohne sofort Abstinenz zu verlangen. Angebote wie Spritzentausch und „My Drug Check“ sollen Gesundheitsrisiken senken und vor gefährlichen Substanzen warnen.
Die Zahlen zeigen den steigenden Bedarf. Wurden 2024 noch 4.730 Personen betreut, waren es 2025 bereits 5.084. In der medikamentösen Erhaltungstherapie wurden 1.856 Menschen begleitet. Die Mittel für Suchtprävention und Suchthilfe steigen von 2,9 Millionen Euro im Jahr 2018 auf 7,3 Millionen Euro im Jahr 2026.
Sicher feiern lernen
Mit „Feiern, aber klar“ setzt Kärnten ein neues Angebot für sichere Feste. Es richtet sich an Schulen, Vereine und Veranstaltungsgruppen. Ziel ist eine Festkultur, die Spaß ermöglicht und Risiken durch Alkohol oder andere Substanzen reduziert.
Das Projekt bietet kostenlose Beratung, Workshops, einen Schulball-Guide und die ausleihbare alkoholfreie „Genieß-BAR“. 2025 wurden bereits 34 Schulballkomitees erreicht.
