Hilfe und Prävention in Kärnten
Gewalt verhindern, bevor sie passiert
Gewalt gegen Frauen soll möglichst verhindert werden, bevor sie entsteht. Dafür braucht es frühe Aufklärung, mehr Prävention und leicht erreichbare Hilfe für Betroffene.
© Pexels
Prävention soll früh beginnen
Gewalt gegen Frauen soll nicht erst dann zum Thema werden, wenn bereits etwas passiert ist. SPÖ-Landesfrauenvorsitzende Petra Oberrauner fordert deshalb, Kindern schon früh Respekt, Gleichberechtigung und einen gewaltfreien Umgang miteinander zu vermitteln.
Schulen und Kindergärten spielen wichtige Rolle
Die Grundlagen für das spätere Zusammenleben entstehen bereits in den ersten Lebensjahren. Elternhäuser, Kindergärten und Schulen spielen deshalb eine wichtige Rolle. Pädagoginnen und Pädagogen sollen passende Schulungen und Materialien erhalten, damit Gewaltprävention stärker in den Alltag eingebaut werden kann.
Beratungsangebote werden ausgebaut
Der Nationale Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen sieht auch den Ausbau von Frauen- und Mädchenberatungsstellen, Gewaltambulanzen und weiteren Hilfsangeboten vor. Betroffene sollen dadurch leichter und schneller professionelle Unterstützung finden.
„Nur Ja heißt Ja“ gefordert
Ein weiterer Punkt ist das Zustimmungsprinzip „Nur Ja heißt Ja“ im Sexualstrafrecht. Eine sexuelle Handlung soll nur dann als einvernehmlich gelten, wenn alle Beteiligten eindeutig zugestimmt haben.
Hilfe gibt es auch für Männer
Unterstützung richtet sich nicht nur an Frauen und Mädchen, die Gewalt erlebt haben oder sich bedroht fühlen. Auch Männer, die Angst haben, gewalttätig zu werden oder ihr Verhalten ändern möchten, können sich an Beratungsstellen wenden.
Hilfsangebote in Kärnten
Frauenhaus Klagenfurt: 0463 449 66
Frauenhaus Villach: 04242 31 031
Frauenhaus Lavanttal: 04352 369 29
Oberkärntner Frauenhaus: 04762 613 86
Gewaltschutzzentrum Kärnten: 0463 590 290
Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800 222 555
Männerberatung Kärnten: 0463 599 500
Bei akuter Gefahr: Polizei 133