Großbrand bei St. Veit
110 Rinder aus brennendem Stall gerettet
Ein Wirtschaftsgebäude bei St. Veit ist in der Nacht in Vollbrand geraten, die Flammen haben bereits einen weiteren Stall bedroht. Die Feuerwehren haben alle 110 Rinder rechtzeitig in Sicherheit gebracht, zwei Menschen haben sich bei dem Einsatz verletzt.
© FF St.Veit/Glan
Flammen schlagen aus dem Dach
In Ritzendorf ist in der Nacht auf Sonntag ein Wirtschaftsgebäude in Vollbrand geraten. Mehrere Autofahrer auf der S37 und Anrainer haben die Flammen bemerkt und die Feuerwehr verständigt. Schon auf der Anfahrt ist das Feuer deutlich sichtbar gewesen, insgesamt sind schließlich fünf Feuerwehren mit 19 Fahrzeugen und rund 110 Einsatzkräften ausgerückt.
Wohnhaus und zweiter Stall bedroht
Die Flammen haben auf ein Wohnhaus und einen weiteren Stall mit über hundert Rindern überzugreifen gedroht. Während ein Teil der Einsatzkräfte das Feuer bekämpft hat, haben andere die Tiere aus dem gefährdeten Gebäude gebracht. Alle 110 Rinder haben gerettet werden können.
Trockenheit erschwert Löscharbeiten
Für die Wasserversorgung haben die Feuerwehren zwei Leitungen von der rund 300 Meter entfernten Glan gelegt und zusätzlich einen Hydranten genutzt. Wegen der anhaltenden Trockenheit führt der Fluss derzeit allerdings wenig Wasser, wodurch es vor allem zu Beginn des Einsatzes knapp geworden ist. Ein Tankanhänger mit 14.000 Litern Wasser hat die Löscharbeiten zusätzlich unterstützt.
Nach rund zwei Stunden haben die Einsatzkräfte den Brand unter Kontrolle gebracht und ein Übergreifen auf den zweiten Stall verhindert. Die Nachlöscharbeiten haben noch die ganze Nacht gedauert, gegen 4.30 Uhr hat auch die Feuerwehr St. Veit den Einsatz beendet.
Zwei Personen verletzt
Bei dem Brand haben sich zwei Menschen leicht verletzt. Eine Person ist mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden, ein Feuerwehrmann hat sich eine Schnittwunde zugezogen und ist noch vor Ort vom Roten Kreuz versorgt worden.
Die Höhe des Schadens ist beträchtlich. Was das Feuer ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar und wird von der Polizei untersucht.