Energie
Kelag übernimmt Biomasse-Heizkraftwerk in Villach
Kelag Energie & Wärme übernimmt Mitte September das Biomasse-Heizkraftwerk Untere Fellach und stärkt damit die nachhaltige Fernwärmeversorgung im Raum Villach-Arnoldstein.
© Foto: Kelag
Die Kelag Energie & Wärme übernimmt Mitte September das Biomasse-Heizkraftwerk Untere Fellach in Villach. Die Anlage ist ein wichtiger Bestandteil des Fernwärmesystems Villach-Arnoldstein und liefert neben Wärme aus Biomasse auch Ökostrom.
Das Biomasse-Heizkraftwerk Untere Fellach wurde bisher von einem Partnerunternehmen betrieben. Künftig übernehmen Mitarbeiter der Kelag Energie & Wärme den Betrieb. Die Anlage kann jährlich bis zu 70 Millionen Kilowattstunden Wärme aus Biomasse in das Villacher Fernwärmenetz einspeisen. Gleichzeitig wird Ökostrom für bis zu 6.000 Haushalte erzeugt.
Starker Standort
„Diese Übernahme unterstreicht unser nachhaltiges Bekenntnis zum Fernwärmestandort Villach“, erklärt Adolf Melcher, Sprecher der Geschäftsführung der Kelag Energie & Wärme.
Das Fernwärmesystem Villach-Arnoldstein umfasst mittlerweile beinahe 200 Kilometer Leitungsnetz. Rund 270 Millionen Kilowattstunden Wärme werden jährlich an Kunden in Villach und Arnoldstein geliefert. Genutzt werden dafür unter anderem Abwärme aus der Abfallverwertungsanlage der KRV in Arnoldstein und aus Industriebetrieben sowie Biomasse und Solarthermie.
Wärme aus Abwasser
Die nächste Wärmequelle ist bereits geplant: Gemeinsam mit der Stadt Villach will die Kelag künftig auch Energie aus dem Abwasser der Kläranlage gewinnen. Dafür sollen Großwärmepumpen installiert werden.
Melcher sieht darin einen weiteren Schritt in Richtung Wärmewende: Durch die Kombination von Abwärme, Biomasse, Sonnenenergie und künftig Abwasserwärme soll das regionale Fernwärmesystem noch nachhaltiger und unabhängiger von fossilen Energieträgern werden.