GESUNDHEITSDEBATTE

Betriebs­rat warnt vor Ein­schnit­ten bei Kärn­tens Spi­tä­lern

Der Zentralbetriebsrat der Kärntner Landeskrankenanstalten warnt vor Sparmaßnahmen und möglichen Spitalsschließungen – zugleich fehlen in der Debatte bislang konkrete Zahlen und belastbare Reformpläne.

Betriebs­rat warnt vor Ein­schnit­ten bei Kärn­tens Spi­tä­lernZentralbetriebsratsvorsitzender Michael Kraxner warnt vor Einschnitten im Kärntner Gesundheitswesen und stellt sich klar gegen mögliche Spitalsschließungen.

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Der Zen­tral­be­triebs­rat der Kärnt­ner Lan­des­kran­ken­an­stal­ten reagiert scharf auf Reform­vor­schlä­ge von NEOS-Lan­des­spre­cher Janos Juvan. Vor­sit­zen­der Micha­el Krax­ner warnt vor Spar­maß­nah­men und mög­li­chen Spi­tals­schlie­ßun­gen – aller­dings bleibt die Debat­te auf bei­den Sei­ten bis­lang auf­fal­lend arm an kon­kre­ten Zah­len und Kon­zep­ten.

Kla­re Absa­ge

„Hän­de weg vom Kärnt­ner Gesund­heits­we­sen“, lau­tet die Bot­schaft von Zen­tral­be­triebs­rats­vor­sit­zen­dem Micha­el Krax­ner. Spar­maß­nah­men wür­den letzt­lich Beschäf­tig­te und Pati­en­ten tref­fen. Statt Per­so­nal­ab­bau brau­che es zusätz­li­che Mit­ar­bei­ter und bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen.

Krax­ner wirft Juvan vor, leicht­fer­tig über Ein­spa­run­gen zu spre­chen und damit die Ver­sor­gungs­si­cher­heit zu gefähr­den. Die deut­li­chen Wor­te zei­gen, wie sen­si­bel jede Dis­kus­si­on über die Kärnt­ner Spi­tals­land­schaft inzwi­schen geführt wird.

Was for­dert Juvan?

Genau hier lohnt aller­dings ein genau­er Blick: Juvan und die NEOS for­dern seit Mona­ten Struk­tur­re­for­men, weni­ger Dop­pel­glei­sig­kei­ten und schlan­ke­re Ver­wal­tungs­struk­tu­ren. Im Juli sprach Juvan etwa von kla­re­ren Ver­ant­wort­lich­kei­ten und weni­ger Zustän­dig­keits­cha­os im Gesund­heits­be­reich.

Eine kon­kre­te For­de­rung Juvans, ein bestimm­tes Kärnt­ner Lan­des­kran­ken­haus zu schlie­ßen, lässt sich in den öffent­lich auf­find­ba­ren NEOS-Aus­sa­gen der­zeit jedoch nicht bele­gen. Von einem bereits fest­ste­hen­den „Kahl­schlag“ zu spre­chen, ist daher zumin­dest eine poli­ti­sche Zuspit­zung.

Kon­zep­te statt Schlag­wor­te

Umge­kehrt reicht auch die For­de­rung nach „Struk­tur­re­for­men“ nicht aus. Wer Ein­spa­run­gen im Gesund­heits­we­sen ver­langt, muss offen­le­gen, wo gespart wer­den soll, wel­che Leis­tun­gen betrof­fen wären und wie Ver­sor­gung sowie Per­so­nal abge­si­chert wer­den.

Die Kärnt­ner Spi­tals­de­bat­te ver­dient des­halb mehr als Alarm­ru­fe auf der einen und Spar­for­meln auf der ande­ren Sei­te. Ent­schei­dend ist am Ende nicht, wer die schär­fe­re Aus­sendung ver­schickt – son­dern ob Pati­en­ten wei­ter­hin rasch ver­sorgt wer­den und genü­gend Per­so­nal dafür vor­han­den ist.

26.08.2026 15:45
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Betriebs­rat warnt vor Ein­schnit­ten bei Kärn­tens Spi­tä­lernZentralbetriebsratsvorsitzender Michael Kraxner warnt vor Einschnitten im Kärntner Gesundheitswesen und stellt sich klar gegen mögliche Spitalsschließungen.

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