MOTORRAD-FIEBER
Schon vor Bike Week: Konvoi endet im Krankenhaus
Drei verletzte Motorradfahrer nach Auffahrkollision bei einer Ausfahrt in Klagenfurt. Wenn im Konvoi gefahren wird, ersetzt der Blick auf die Maschine vor einem eben doch nicht den nötigen Sicherheitsabstand.
© Red/KK
KLAGENFURT. Die großen Maschinen glänzen, der Motor brummt und im Konvoi kommt schnell echtes Biker-Gefühl auf. Nur die Physik lässt sich leider auch in der Harley-Woche nicht vom Sound eines V‑Twins beeindrucken.
Am Samstag, 5. September, waren gegen 10.45 Uhr mehrere Motorräder im Raum Klagenfurt gemeinsam unterwegs. Ein 54-jähriger Steirer musste mit seiner gleichaltrigen Frau am Sozius verkehrsbedingt anhalten.
Bremsmanöver übersehen
Zwei nachfolgende Motorradfahrer aus der Steiermark, 42 und 66 Jahre alt, dürften das Anhaltemanöver übersehen haben. Es kam zu einer Auffahrkollision, bei der alle drei Motorräder zu Sturz kamen. Die drei Lenker erlitten Verletzungen unbestimmten Grades. Nach der notärztlichen Erstversorgung wurden sie mit dem Rettungshubschrauber C11 und dem Rettungsdienst ins UKH beziehungsweise ins Klinikum Klagenfurt gebracht.
Abstand statt Auspuffsound
Ob dabei Bike-Week-Euphorie, Selbstüberschätzung oder schlicht ein kurzer Moment der Unachtsamkeit eine Rolle gespielt haben, lässt sich nicht sagen. Der Unfall liefert allerdings schon vor dem offiziellen Start des großen Treffens eine wenig erfreuliche Erinnerung: Auch im Konvoi gelten Sicherheitsabstand, Aufmerksamkeit und Straßenverkehrsordnung.
Denn so schön gemeinsames Cruisen sein mag – wer dem Vordermann zu dicht am Heck klebt, erlebt das nächste „Biker-Treffen“ womöglich schneller als geplant. Nur eben liegend auf der Straße.
