Ordnungsamt
Ordnungsamt bleibt – aber anders
Eigentlich sollte das Klagenfurter Ordnungsamt in seiner bisherigen Form Geschichte sein. Nun spricht Bürgermeister Christian Scheider von einer schrittweisen Reform. Vier Stellen wurden bereits eingespart, auch bei den Kosten soll der Rotstift angesetzt werden.
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KLAGENFURT. Auflösung, Umbau oder doch Fortbestand? Rund um das Klagenfurter Ordnungsamt bleibt die politische Diskussion in Bewegung. Bürgermeister Christian Scheider stellt nun klar: Eine vollständige Auflösung werde es nicht geben. Das Amt soll aber grundlegend verändert werden.
„Das Ordnungsamt in seiner bisherigen Form wird es nicht mehr geben“, hält Scheider fest. Gemeinsam mit der Leitung seien Aufgaben und Strukturen überprüft worden. Erste Konsequenzen gebe es bereits.
Vier Stellen weniger
Der Personalstand sei um vier Personen reduziert worden. Zudem habe die Stadt die Zusammenarbeit mit einem externen Sicherheitsdienst beendet und dessen Aufgaben dem Ordnungsamt übertragen. Laut Scheider bringe allein dieser Schritt Einsparungen von rund 300.000 Euro.
Geprüft werde außerdem, welche Aufgaben gesetzlich vorgeschrieben sind und welche Leistungen die Stadt freiwillig erbringt. Zu den verpflichtenden Tätigkeiten zählt etwa die Kontrolle des Alkoholverbots. Doch damit ist die Reform noch lange nicht abgeschlossen. Auch Name und Außenauftritt des Ordnungsamtes sollen geändert werden.
Streit um Personal
Deutlich widerspricht Scheider der SPÖ. Deren Darstellung, wonach im Budget 2027 zwei zusätzliche Mitarbeiter vorgesehen seien, sei falsch. Einen Budgetvoranschlag für 2027 gebe es noch gar nicht, argumentiert der Bürgermeister.
Kritisch sieht Scheider auch Überlegungen von Vizebürgermeister Philipp Liesnig Rabitsch, das „Mobile Bürgerservice“ stärker in den Magistrat einzugliedern. Das würde aus seiner Sicht den Personalapparat aufblähen.
Damit zeichnet sich eines immer deutlicher ab: Vom angekündigten Ende des Ordnungsamtes bleibt vorerst vor allem ein umfassender Umbau. Wie groß die Organisation künftig sein wird, welche Aufgaben tatsächlich wegfallen und welche Einsparungen am Ende erzielt werden, ist noch offen.
Gerade daran wird sich messen lassen, ob aus der angekündigten Reform tatsächlich eine schlankere Verwaltung wird – oder lediglich ein neuer Name für eine weitgehend bekannte Struktur.
