Stimmwunder
Der Heil- und Lachmuskel-Masseur wurde 60
Vor 60 Jahren erblickte der gelernte Schlosser Heinz Lagler im Krankenhaus Friesach das Licht der Welt. Seit 32 Jahren begeistert er sein Publikum mit Stimmenimitationen zahlreicher Gesangsstars.
Vor rund 60 Jahren wurde Heinz Lagler geboren. Seither lebt er in seiner Heimatstadt Althofen, wo er auch seine Kindheit verbrachte. Schon sehr früh entdeckte der junge Heinz sein Talent zur Stimmenimitation. „KLiCK Kärnten“ erzählt Heinz Lagler von seinem Leben, seiner Leidenschaft für Parodien und den Menschen, die ihn dabei begleitet haben.
KLiCK Kärnten: Wann haben Sie bemerkt, dass Sie ein Talent zum Stimmenimitieren haben?
Heinz Lagler: habe bereits in der Hauptschule die Lehrer stimmlich nachgemacht. Nach dem Stimmbruch wurde es dann immer mehr. Nach der Hauptschule habe ich eine Schlosserlehre begonnen und auch abgeschlossen.
Wann haben Sie den Beruf gewechselt?
Das war 1994. Damals habe ich mich zum Masseur umschulen lassen. 24 Jahre später habe ich mich als Heilmasseur selbstständig gemacht.
Wann kam der Durchbruch zum Lachmuskel-Masseur?
Daran kann ich mich genau erinnern. Das war 1993 bei einer 50er-Geburtstagsfeier, zu der ich eingeladen war. Gemeinsam mit dem Sohn des Geburtstagskindes machte ich eine Einlage, bei der ich den legendären Volksschauspieler Georg Bucher imitierte. Das Ganze wurde auf Video aufgenommen.
Was kam danach?
Ein Jahr später wurde die Faschingsgilde Althofen gegründet. Die Spielleiterin Helga Schnattler bekam im Vorfeld mein Video mit der Bucher-Einlage zu sehen. Sie lud mich daraufhin zu einer Besprechung in den Prechtlhof ein. Dort spielte ich der Faschingsgilde meine ersten Stimmenparodien vor. Das waren damals Imitationen von Jopie Heesters, Falco und dem Fußballtrainer Otto Barić. Insgesamt war ich dann 25 Jahre Mitglied der Althofener Faschingsgilde.
Dann war da noch etwas?
Stimmt! 30 Jahre lang war ich ein fixer Bestandteil des ORF-Quotenrenners „Narrisch guat“.
Es waren unglaublich viele Stimmenimitationen, die Sie musikalisch verarbeitet haben. Was sind Ihre persönlichen Highlights?
Meine Lieblingsparodien sind Udo Lindenberg, Herbert Grönemeyer, Elvis, Dean Martin, Peter Kraus, Ross Antony, Hans Moser, Peter Alexander und Wolfgang Ambros. Besonders gerne mache ich auch „We Are the World“ von Michael Jackson und Lionel Richie. Dabei parodiere ich zahlreiche Stars.
Gibt es neue Parodien?
Die neuesten Parodien sind „Amore vero“ von Gottfried Würcher und „seiner“ Liebesgeschichte, in der eine betrogene Internetliebe plötzlich mit Sack und Pack bei Gottfrieds Heimatadresse auftauchte. Neu in meinem Programm ist auch Chris Steger. Da nehme ich seinen Hit „Zefix“ auf die Schaufel.
Wurden Sie schon einmal auf der Bühne überrascht?
Natürlich! Bei einer Sitzung beim Althofener Fasching wurde ich während meiner Erwin-Aschenwald-Parodie „Schei-wi-dei-wi-du“ von ihm persönlich auf der Bühne überrascht. Da tobte das Publikum.
Über was können Sie lachen?
Ich selbst kann fast über alles lachen, auch über mich selbst. Ich bin im Grunde innerlich ein Kind geblieben.
Wie schaut es privat aus?
Ich bin seit 34 Jahren mit meiner Beate glücklich verheiratet. Wir haben zwei wunderbare Töchter und zwei Enkelkinder. In meiner Freizeit liebe ich den Garten und werkle gerne rund um das Elternhaus. Spaziergänge mit unserem Toypudel gehören ebenfalls dazu.
Haben Sie ein Motto?
Ja: Bringe das Publikum zum Lachen und schicke es zufrieden nach Hause.
- Heinz Lagler als Ross Antony.
