Straßenmeistereien
Der Winterdienst für Landesstraßen ist startklar
Über 400 Mitarbeiter der Kärntner Straßenmeistereien kümmern sich im Winter um 2.750 Straßenkilometer.
© Büro LR Gruber
Landesrat und Straßenbaureferent Martin Gruber informierte unter dem Motto „Startklar für den Winterdienst“ in der Straßenmeisterei St. Veit über die wichtigsten Eckdaten. 2.750 Straßenkilometer sind im bevorstehenden Winter von den Mitarbeitern der Straßenmeistereien des Landes Kärnten rund um die Uhr bei Schneefall und Glatteis befahrbar zu halten.
„Der Winterdienst auf den Landesstraßen ist ein Schlüsselbereich und jeder Euro, den wir hier investieren, ist eine Investition in die Sicherheit der Bevölkerung“, hält Gruber fest. Denn es gehe hier nicht nur um die tägliche Befahrbarkeit für den Individualverkehr, sondern etwa auch um die freie Fahrt für Einsatzorganisationen oder um die Lebensmittelversorgung. „Das alles kann nur durch die Leistung unserer Mitarbeiter bis in die entlegensten Gebiete Kärntens aufrechterhalten werden. Dafür gebührt ihnen großer Dank“, betont Gruber.
Vorbereitungen begannen im Sommer
Neben 17 Straßenmeistereien installierte das Land Kärnten auch weitere Stützpunkte in Gebieten wie beispielsweise dem Lesachtal oder auf der Flattnitz, damit regional rasch reagiert werden kann. Im Einsatz sind über 400 Mitarbeiter. In den Straßenmeistereien haben sie eine 24-Stunden-Bereitschaft – und eine enge Kooperation mit der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG), um punktgenaue Wetterinformationen zu halten. Intensive Vorbereitungsarbeiten für den Winterdienst starteten bereits im Sommer. Das beginnt bei den langfristigen Lieferverträgen, die es braucht, um rund 14.000 Tonnen Streusalz in den 56 Salzsilos des Landes einlagern zu können. Weiters zählen dazu die Anschaffung und die Wartung der Winterdienstgeräte, wie Abteilungsleiter Volker Bidmon hervorhebt.
Insgesamt besteht die Winterdienstflotte derzeit aus 120 LKW und Unimogs sowie zusätzlich 31 Schneefräsen und Schneeschleudern, zu denen auch die in Kötschach-Mauthen stationierte 300 PS-Hochleistungsfräse gehört. „Sie hat sich besonders bei den Katastropheneinsätzen der letzten Jahre bewährt“, schildert Bidmon.
Neue Streutechnik
In den Tallagen gibt es immer öfter niederschlagsarme Winter. Deshalb verändert sich auch die Streutechnik. „Wir versuchen den Winterdienst noch effizienter zu gestalten. Deshalb setzen wir vermehrt auf die Verwendung von Feuchtsalz“, erklärt Gruber. Im Vergleich zur Trockenstreuung erwartet man sich Einsparungen um 30 Prozent.
Budget von zehn Millionen Euro
Ein einzelner Räumtag schlägt im Schnitt mit 300.000 Euro zu Buche. „Der Winterdienst ist nach den Bauagenden einer der größten Kostenfaktoren im Straßenbaureferat. Wir haben daher auch heuer wieder ein Budget von zehn Millionen Euro vorgesehen, das je nach Bedarf auch erhöht werden kann“, verrät Gruber. Er hält auch die Bereitschaft zur engen Kooperation mit den Gemeinden etwa bei Silo-Standorten fest, die gemeinsam bewirtschaftet werden. Auch in diesem Winter wird das Land Kärnten die Gemeinden im Bedarfsfall wieder unbürokratisch unterstützen.
