Land Kärnten
Arbeitsmarkt: Kärnten trotzt der Krise!
Bilanz der „Beschäftigungs- und Qualifizierungsstrategie 2020+“: Arbeitslosigkeit von 2015 bis 2019 verringert, Zahl der Beschäftigten gestiegen. 2021 auf dem Weg, Niveau des Vorkrisenjahrs 2019 zu erreichen.
© LPD Kärnten/Helge Bauer
Arbeitssuchende unterstützen, Jugendliche auf das Berufsleben vorbereiten und Arbeiternehmer qualifizieren – darauf zielt die im Jahr 2015 beschlossene „Beschäftigungs- und Qualifizierungsstrategie 2020+“ des Landes Kärnten gemeinsam den Sozialpartnern und dem Arbeitsmarktservice (AMS) ab. Dazu sollen vor allem EU-Mittel bestmöglich lukriert und ausgeschöpft werden.
Maßnahmen für 25.000 Personen
In der gestrigen Regierungssitzung stand der Abschlussbericht, der mit den Sozialpartnern diskutiert wurde, auf der Tagesordnung. Die Kennzahlen am Arbeitsmarkt (siehe unten) zeigen, dass die Strategie wirkt, freut sich Landeshauptmann Peter Kaiser. Von 2015 bis 2020 wurden 261 Millionen Euro investiert. An den Maßnahmen nahmen seither rund 25.000 Personen teil. „Es ist ein Verdienst aller Kärntner Unternehmer und Arbeitnehmer, dass wir trotz schwieriger Rahmenbedingungen bislang gut durch die Krise kommen. Unser gemeinsames Bemühen ist es weiterhin, diese enge und erfolgreiche Zusammenarbeit zu pflegen“, betont Kaiser.
Vernetzung mit Sozialpartnern
Die enge Vernetzung mit den Sozialpartnern und dem AMS macht sich in der Arbeitsmarktpolitik des Landes bezahlt, fügt Landeshauptmann-Stellvertreterin und Arbeitsmarktreferentin Gaby Schaunig hinzu: „In der Phase der Hochkonjunktur ab 2016/2017 gelang uns ein einzigartiger Aufholprozess am Arbeitsmarkt mit starkem Beschäftigungszuwachs über Jahre hinweg. Mit Beginn der Pandemie konnten wir dank der bereits eingespielten Arbeitsplattform sofort in den Krisenmodus schalten und alle notwendigen Weichen stellen, um möglichst gut durch diese herausfordernde Zeit zu kommen, was uns auch gelungen ist.“
Strategie „2021+“
Gleichzeitig wurde die neue „Arbeitsmarktstrategie 2021+ für Kärnten“ für die nächsten Jahre, in der Digitalisierung und Fachkräftebedarf eine entscheidende Rolle spielen, aufgesetzt. Sie integriert die einzelnen EU-Programme der kommenden Jahre und ist als flexible Strategie konzipiert, um auf die ständig verändernden Bedingungen des Arbeitsmarkts reagieren zu können.
In Zahlen
Kennzahlen zur „Beschäftigungs- und Qualifizierungsstrategie 2020+“
Die Arbeitslosigkeit sank von 11,12 Prozent im Jahr 2015 auf 8,76 Prozent im Jahr 2019. Gleichzeitig stieg in diesem Zeitraum die Zahl der Beschäftigten in Kärnten von 200.060 Personen auf 211.499 an. Im Corona-Krisenjahr 2020 lag die Arbeitslosigkeit zwar kurzfristig bei 11,3 Prozent (Zahl der Beschäftigten bei 205.619), es zeichnet sich jedoch ab, so Landeshauptmann Peter Kaiser, dass 2021 das Niveau des Vorkrisenjahrs 2019 erreicht werden kann.

